Ein ETF-Kinderdepot nutzt die stärkste Kraft beim langfristigen Sparen: den Zinseszins. Über 15 oder 18 Jahre wächst nicht nur dein eingezahltes Geld, sondern auch der Ertrag darauf, und der wird jedes Jahr größer.

Zahlst du ab Geburt 150 € im Monat ein und rechnest mit 6 % pro Jahr, stehen zum 18. Geburtstag rund 58.000 € im Depot, mehr als 25.000 € davon sind reiner Zinsgewinn. Mit deinen eigenen Zahlen siehst du oben in Sekunden, was für dein Kind zusammenkommt.

Wie funktioniert der ETF-Kinderdepot-Rechner?

Der Rechner nutzt die Zinseszinsformel für einen Sparplan mit monatlicher Einzahlung. Er verzinst dein Startkapital über die gesamte Laufzeit und jede Sparrate ab dem Monat, in dem sie eingeht.

Vier Werte steuern das Ergebnis:

  • Startkapital: was du einmalig zu Beginn anlegst.
  • Monatliche Sparrate: der Betrag, der jeden Monat neu dazukommt und mitverzinst wird.
  • Rendite pro Jahr: ein breit gestreuter Welt-ETF hat über lange Zeiträume rund 7 bis 8 % pro Jahr gebracht. Für eine seriöse Prognose rechnest du besser vorsichtig mit 6 %.
  • Laufzeit: je länger sie ist, desto stärker wirkt der Zinseszins.

Das Ergebnis teilt sich in deine Einzahlungen und den Zinsgewinn. Am Anfang dominieren die Einzahlungen, mit den Jahren übernimmt der Zinsgewinn die Führung. Das ist der eigentliche Effekt hinter dem Depot.

Ein Punkt gehört fürs Kinderdepot dazu: Ein Junior-Depot auf den Namen des Kindes nutzt eigene Steuerfreibeträge und ist steuerlich oft günstiger. Das Geld gehört dann aber rechtlich dem Kind, das mit 18 die volle Verfügung bekommt. Hohe Kapitalerträge können außerdem die beitragsfreie Familienversicherung kosten.

Beispielrechnung: 150 € im Monat über 18 Jahre

Fallbeispiel: Du legst ab Geburt 150 € im Monat an, 18 Jahre lang, bei angenommenen 6 % pro Jahr. Eingezahlt hast du am Ende 32.400 €. Im Depot stehen rund 58.392 €, also fast 26.000 € mehr, als du selbst eingezahlt hast, allein durch den Zinseszins.

So viel wird je nach monatlicher Sparrate daraus (ohne Startkapital, 6 % p.a., 18 Jahre):

Sparrate / MonatEingezahltEndkapitalZinsgewinn
50 €10.800 €19.464 €8.664 €
100 €21.600 €38.928 €17.328 €
150 €32.400 €58.392 €25.992 €
250 €54.000 €97.320 €43.320 €

Je früher du startest und je länger das Geld arbeitet, desto größer wird der Anteil des Zinsgewinns. Genau das macht den Unterschied zwischen reinem Sparen und echtem Vermögensaufbau fürs Kind.

FAQ

Mit welcher Rendite sollte ich rechnen?

Ein breit gestreuter Welt-ETF hat historisch rund 7-8 % pro Jahr erzielt. Für eine realistische, eher vorsichtige Prognose ist 6 % pro Jahr ein guter Wert. Renditen der Vergangenheit sind keine Garantie, Aktienmärkte schwanken.

Auf wessen Namen sollte das Depot laufen?

Ein Junior-Depot auf den Namen des Kindes nutzt dessen eigene Steuerfreibeträge und ist steuerlich oft günstiger. Nachteil: Das Geld gehört rechtlich dem Kind, das mit 18 die volle Kontrolle bekommt. Ein Depot auf Elternname behält die Kontrolle, ist aber steuerlich meist teurer.

Welche Steuern fallen im Kinderdepot an?

Das Kind hat einen eigenen Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € pro Jahr und einen Grundfreibetrag (2026: 12.348 €). Über eine Nichtveranlagungs-Bescheinigung lassen sich Kapitalerträge oft komplett steuerfrei stellen. Bei thesaurierenden ETFs fällt jährlich die Vorabpauschale an.

Kann ein hohes Kinderdepot Nachteile haben?

Ja: Kapitalerträge über dem Sparer-Pauschbetrag zählen zur Einkommensgrenze der beitragsfreien Familienversicherung (2026: 565 €/Monat). Außerdem zählt das Depot später beim BAföG als Vermögen des Kindes. Mit der richtigen Struktur lässt sich das steuern.

Ab welchem Betrag lohnt sich ein Kinderdepot?

Schon ab 25 € im Monat entsteht über viele Jahre ein spürbares Vermögen. Entscheidender als die Höhe ist der frühe Start, denn jedes zusätzliche Jahr verstärkt den Zinseszinseffekt.

Hinweis: Dieser Rechner liefert eine unverbindliche Orientierung auf Basis öffentlich verfügbarer Werte (Stand 2025/2026). Er ersetzt keine individuelle Steuer-, Sozial- oder Anlageberatung. Alle Angaben ohne Gewähr.