Die Höhe deines Elterngeldes hängt davon ab, welche Monate für die Berechnung herangezogen werden. Bei Angestellten sind es die zwölf Kalendermonate vor dem Geburtsmonat, bei Selbständigen das letzte abgeschlossene Steuerjahr.
Bestimmte Monate werden übersprungen und schieben den Zeitraum weiter zurück. Welcher Zeitraum bei dir gilt, zeigt der Rechner oben auf den Monat genau.
Wie funktioniert der Elterngeld-Rechner für den Bemessungszeitraum?
Der Rechner bestimmt dein Zeitfenster aus Geburtsmonat und Beschäftigungsart.
Diese Regeln stecken dahinter:
- Angestellte: gerechnet wird mit den zwölf Kalendermonaten vor dem Monat der Geburt. Der Geburtsmonat selbst zählt nicht mit.
- Selbständige: maßgeblich ist der letzte abgeschlossene steuerliche Veranlagungszeitraum, in der Regel das Kalenderjahr vor der Geburt.
- Verschiebung: Monate mit Mutterschaftsgeld, Elterngeld für ein älteres Kind, schwangerschaftsbedingter Erkrankung oder Wehrdienst werden ausgeklammert. Für jeden solchen Monat rückt ein früherer Monat nach.
Diese Verschiebung ist bares Geld wert. Wer im Zwölf-Monats-Fenster wenig verdient hat, etwa wegen Elternzeit fürs erste Kind, sichert sich durch die Ausklammerung oft ein spürbar höheres Elterngeld.
Beispiel: Geburt im Juni 2026
Fallbeispiel: Dein Kind kommt im Juni 2026 zur Welt und du bist angestellt. Dann zählen für die Höhe deines Elterngeldes die zwölf Kalendermonate vor dem Geburtsmonat, also Juni 2025 bis Mai 2026. Hast du in dieser Zeit drei Monate Mutterschutz oder Elterngeld fürs erste Kind bezogen, werden diese Monate übersprungen und drei frühere Monate rücken nach. Der Zeitraum beginnt dann schon im März 2025.
So verschiebt sich dein Bemessungszeitraum (Geburt Juni 2026):
| Situation | Bemessungszeitraum |
|---|---|
| Angestellt, keine Ausklammerung | Juni 2025 bis Mai 2026 |
| Angestellt, 3 Monate ausgeklammert | März 2025 bis Mai 2026 |
| Selbständig | Kalenderjahr 2025 |
Die Verschiebung ist bares Geld wert: Wer im Zwölf-Monats-Fenster wegen Elternzeit fürs erste Kind wenig verdient hat, sichert sich durch das Ausklammern dieser Monate oft ein spürbar höheres Elterngeld.
FAQ
Welche Monate zählen für die Höhe des Elterngeldes?
Bei Angestellten die zwölf Kalendermonate vor dem Geburtsmonat. Bei Selbständigen das letzte abgeschlossene Steuerjahr vor der Geburt.
Welche Monate werden ausgeklammert?
Monate mit Mutterschaftsgeld, Elterngeld für ein älteres Kind, schwangerschaftsbedingter Erkrankung mit Einkommensverlust oder Wehr- und Zivildienst. Der Zeitraum verschiebt sich dann nach hinten.
Muss ich die Verschiebung beantragen?
Mutterschutz, Elterngeld fürs ältere Kind und Wehrdienst werden automatisch ausgeklammert. Die Verschiebung wegen schwangerschaftsbedingter Erkrankung musst du selbst beantragen.
Warum ist mein Elterngeld-Netto niedriger als mein Lohn-Netto?
Das Elterngeld-Netto wird pauschal berechnet, mit festen Abzügen für Steuern und 21 Prozent Sozialabgaben. Es liegt dadurch meist einige Prozent unter deinem echten Netto.

