Ein Zuverdienst während des Elterngeldbezugs ist erlaubt, solange du unter 32 Stunden pro Woche bleibst. Das Elterngeld sinkt dadurch, aber dein Gesamteinkommen aus Lohn und Elterngeld steigt fast immer.
Wie stark die Kürzung ausfällt und was am Monatsende zusammenkommt, zeigt dir der Rechner oben.
Wie funktioniert der Elterngeld-Rechner mit Zuverdienst?
Angerechnet wird nach der Differenzmethode, genau wie bei der Teilzeit.
Der Rechner geht so vor:
- Elterngeld ohne Zuverdienst: zunächst dein volles Basiselterngeld aus dem Netto vor der Geburt.
- Anrechnung: von deinem gedeckelten Vor-Netto wird der Zuverdienst abgezogen, auf die Differenz kommen 65 bis 67 Prozent. Das ist dein gekürztes Elterngeld.
- Gesamtbild: Lohn plus gekürztes Elterngeld ergeben dein tatsächliches Monatseinkommen.
Für Eltern mit regelmäßigem Zuverdienst ist ElterngeldPlus meist die klügere Variante. Dort wird der Verdienst über die doppelte Bezugszeit schonender angerechnet, sodass unterm Strich mehr übrig bleibt.
So viel bleibt mit Zuverdienst unterm Strich
Fallbeispiel: Vor der Geburt hattest du 2.400 € netto, jetzt verdienst du 800 € dazu. Angerechnet wird die Differenz: 2.400 € minus 800 € sind 1.600 €, davon 65 Prozent ergeben 1.040 € Elterngeld. Mit dem Zuverdienst zusammen hast du 1.840 € im Monat statt 1.560 € ohne Job.
So entwickelt sich dein Einkommen je Zuverdienst (Basis 2.400 € vor der Geburt):
| Zuverdienst (netto) | Elterngeld | Elterngeld + Zuverdienst |
|---|---|---|
| 0 € | 1.560 € | 1.560 € |
| 400 € | 1.300 € | 1.700 € |
| 800 € | 1.040 € | 1.840 € |
| 1.200 € | 780 € | 1.980 € |
Dein Gesamteinkommen steigt in jedem Fall. Bei regelmäßigem Zuverdienst holst du mit ElterngeldPlus über die doppelte Laufzeit meist noch mehr heraus, weil der Verdienst dort schonender angerechnet wird.
FAQ
Darf ich während des Elterngeldbezugs dazuverdienen?
Ja, bis zu 32 Stunden pro Woche im Monatsdurchschnitt. Der Verdienst wird auf das Elterngeld angerechnet.
Wie viel Elterngeld verliere ich durch den Zuverdienst?
Es wird die Differenz zwischen deinem früheren und deinem aktuellen Netto zugrunde gelegt und davon 65 bis 67 Prozent gezahlt. Dein Gesamteinkommen steigt trotzdem.
Ist ElterngeldPlus beim Zuverdienst besser?
In den meisten Fällen ja. Über die doppelte Laufzeit wird der Verdienst schonender angerechnet, und du kommst insgesamt auf mehr Elterngeld.
Zählen auch Einmalzahlungen als Zuverdienst?
Steuerlich als sonstige Bezüge behandelte Einmalzahlungen wie Weihnachtsgeld fließen nicht in die Elterngeldberechnung ein. Laufender Arbeitslohn dagegen schon.

