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Taschengeld mit 14 Jahren: Wie viel ist gut?

Lasse Falke
Lasse Falke
Finanzexperte für Familien · Aktualisiert am 19. August 2026
Taschengeld mit 14 Jahren: Wie viel ist gut?

Mit 14 verändert sich beim Nachwuchs plötzlich einiges: Treffen mit Freunden werden häufiger, das Smartphone ist längst nicht mehr wegzudenken, und der eigene Kleidungsstil bekommt auf einmal große Bedeutung. Genau in dieser Phase wird Taschengeld zu mehr als einem netten Extra, es wird zum echten Übungsfeld für den Umgang mit Geld. Und die häufigste Frage, die Eltern mir dazu stellen, lautet ganz simpel: Wie viel ist eigentlich angemessen?

Wie viel Taschengeld ist mit 14 Jahren angemessen?

Das Familienportal des Bundes empfiehlt für 14- bis 15-Jährige einen monatlichen Betrag von 25 bis 45 Euro. Das ist die offizielle Orientierung, an der du dich gut festhalten kannst, ohne dich unter Druck gesetzt zu fühlen.

Diese Spanne ist keine willkürliche Zahl. Sie beruht auf einer Expertise des Deutschen Jugendinstituts aus dem Jahr 2025, die die tatsächliche Lebenswirklichkeit von Familien und Jugendlichen in Deutschland berücksichtigt. Hinter der Empfehlung steckt also eine fachlich fundierte Grundlage, kein Bauchgefühl.

Warum eine Spanne statt einer festen Zahl?

Zwischen 25 und 45 Euro liegen ganze 20 Euro, und das ist volle Absicht. Jede Familie steht finanziell anders da, und jeder Jugendliche hat andere Ausgaben. Die offene Spanne gibt dir den Spielraum, deine ganz eigene Entscheidung zu treffen, ohne dich an einer starren Vorgabe messen zu müssen.

Zwei Faktoren helfen dir, dich innerhalb dieser Spanne einzuordnen: das Familieneinkommen und die Frage, welche Ausgaben dein Kind vom Taschengeld selbst bestreiten soll. Eine kurze Einordnung:

  • Ist dein Budget etwas knapper oder trägst du hohe Fixkosten, orientierst du dich eher am unteren Bereich von 25 bis 30 Euro.
  • Hast du finanziell mehr Luft und möchtest deinem Kind mehr Freiraum geben, sind 40 oder 45 Euro eine gute Wahl.
  • Soll dein Kind mehr Ausgaben selbst übernehmen, etwa modische Extras, darf der Betrag entsprechend höher liegen.

Am Ende zählt, dass du dich mit deiner Entscheidung wohlfühlst und sie zu eurer Familie passt. Wenn du unsicher bist, was für euren Haushalt tragbar ist, hilft ein Blick darauf, wie viel Geld man monatlich für ein Kind braucht, dann schauen wir gemeinsam, was für euch stimmt.

Welche Taschengeldbeträge gelten für welches Alter?

Die Empfehlung für 14-Jährige ist Teil einer altersgestaffelten Tabelle, die vom Kleinkind bis zum jungen Erwachsenen reicht. Sie zeigt, wie das Taschengeld mit den Jahren mitwächst, genau wie die Fähigkeit deines Kindes, mit Geld umzugehen.

Ein wichtiger Wendepunkt liegt beim zehnten Geburtstag. Bis dahin empfiehlt das Familienportal wöchentliche Auszahlungen, weil jüngere Kinder selten einen ganzen Monat überblicken können. Ab zehn stellst du auf monatliche Zahlungen um, damit dein Kind lernt, über längere Zeiträume zu planen.

Alter des KindesEmpfohlene TaschengeldspanneÜblicher Auszahlungsrhythmus
Unter 6 Jahre1–2 EuroWöchentlich
6–7 Jahre2–3 EuroWöchentlich
8–9 Jahre3–4 EuroWöchentlich
10–11 Jahre15–25 EuroMonatlich
12–13 Jahre20–30 EuroMonatlich
14–15 Jahre25–45 EuroMonatlich
16–17 Jahre40–60 EuroMonatlich
Ab 18 Jahre55–75 EuroMonatlich
Für Jugendliche ab 16 Jahren und junge Erwachsene, die wirtschaftlich vollständig von den Eltern abhängig sind, zum Beispiel Schülerinnen und Schüler.

Auffällig ist der deutliche Sprung zwischen den Altersgruppen 12 bis 13 Jahre und 14 bis 15 Jahre. Während für Zwölf- bis Dreizehnjährige 20 bis 30 Euro empfohlen werden, klettert die Spanne bei den 14-Jährigen auf 25 bis 45 Euro. Das spiegelt genau die Phase wider, in der Konsumwünsche und Freizeitaktivitäten spürbar zunehmen. Wie sich der Betrag im Jahr darauf noch einmal verändert, zeigt der Vergleich mit dem Taschengeld mit 15 Jahren.

Was empfiehlt das Jugendamt an Taschengeld?

Eine bundesweit einheitliche, rechtlich verbindliche Taschengeldrichtlinie der Jugendämter gibt es nicht. Die Fachpraxis orientiert sich in aller Regel an den Empfehlungen des Deutschen Jugendinstituts, also an genau den Werten aus der Tabelle oben. Wenn du unsicher bist, kannst du dich an dein zuständiges Jugendamt wenden und nach aktuellen Richtgrößen fragen. Es berät dich dabei, eine individuelle Lösung zu finden, spricht aber keine Verpflichtung aus, die Entscheidung bleibt immer bei dir.

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Wofür ist das Taschengeld mit 14 gedacht?

Taschengeld ist mit 14 vor allem für die schönen Extras gedacht, also für all das, was über den Grundbedarf hinausgeht. Es soll deinem Kind ermöglichen, eigene Wünsche zu erfüllen und dabei ganz nebenbei den Umgang mit Geld zu üben.

In diesem Alter fließt Taschengeld in eine bunte Mischung aus Freizeit und Konsum. Die konkrete Verwendung sagt oft viel über die Interessen deines Kindes aus, und genau das ist gewollt. Diese Ausgaben tauchen bei 14-Jährigen besonders häufig auf:

  • Treffen mit Freunden, inklusive Getränke, Snacks oder Eintritt
  • Apps, Spiele, Musik und andere digitale Angebote
  • Mode, Accessoires und kleinere Kleidungsstücke
  • Hobbys, etwa für Sport, Musik oder kreative Aktivitäten
  • Kinobesuche und andere Freizeitausflüge

Was muss vom Taschengeld bezahlt werden und was nicht?

Der Grundbedarf bleibt klar Sache der Eltern. Dazu zählen die regelmäßigen Mahlzeiten, grundlegende Alltags- und Schulkleidung, Schulmaterial wie Bücher und Hefte sowie Arztkosten und Medikamente. Diese Bereiche gehören zur elterlichen Unterhaltspflicht und sollten niemals aufs Kind abgewälzt werden. Wenn du genauer wissen willst, was Kinder vom Taschengeld selbst bezahlen sollten, lohnt sich hier ein näherer Blick.

Das Kindergeld, das du als staatliche Leistung erhältst, dient ausdrücklich der grundlegenden Versorgung deines Kindes. Taschengeld ist demgegenüber ein freiwilliges Zusatzgeld für die eigenen Wünsche. Würde dein Kind seine Grundbedürfnisse selbst finanzieren müssen, könnte es aus Kostengründen an falscher Stelle sparen, und das wollen wir vermeiden.

Der eigentliche Kern der Idee liegt in der freien Verfügung. Taschengeld entfaltet seine Wirkung nur, wenn dein Kind wirklich selbst entscheiden darf, was es damit macht. Auch wenn du eine Ausgabe nicht immer für optimal hältst, gehört genau diese Erfahrung dazu. Gibt dein Kind sein Geld am Anfang des Monats komplett aus und steht am Ende blank da, ist das kein Drama, sondern eine wertvolle Lektion über Planung und Prioritäten.

Wann ist zusätzliches Budgetgeld sinnvoll?

Budgetgeld ist ein zweckgebundener Betrag, den du neben dem freien Taschengeld einplanst. Anders als Taschengeld ist es nicht für beliebige Wünsche gedacht, sondern für klar festgelegte Ausgabenbereiche. Genau in den Grenzbereichen zwischen Grundbedarf und persönlicher Gestaltung spielt es seine Stärke aus.

Das Familienportal nennt als typische Einsatzfelder Kleidung, Schulmaterial und Smartphone-Kosten. In all diesen Bereichen steckt sowohl ein unverzichtbarer Anteil als auch ein individueller Gestaltungsspielraum, und genau den kannst du deinem Kind über ein festes Budget in die Hand geben.

Was lernen Jugendliche dabei?

Wenn dein Kind ein eigenes Kleidungsbudget verwaltet, erlebt es unmittelbar, dass manche Marken teurer sind als andere und dass ein begrenzter Betrag mit solchen Preisunterschieden umgehen muss. Es lernt, Preise zu vergleichen, Qualität einzuschätzen und bewusst abzuwägen, ob es lieber mehr günstige oder wenige hochwertige Teile kauft.

Bei einem Smartphone-Budget kommt eine zweite wichtige Erfahrung dazu: das Einplanen laufender Kosten. Dein Kind muss bedenken, dass bestimmte Ausgaben Monat für Monat anfallen, und überlegen, wie viel Datenvolumen es wirklich braucht und wie es Zusatzkosten vermeidet.

Die Aufteilung funktioniert gut, wenn du die Basis übernimmst, also ein solides Smartphone oder eine wetterfeste Jacke, und die individuellen Extras über Budgetgeld oder Taschengeld laufen lässt. Bestimmte Marken-Shirts, spezielle Kopfhörer oder ein bestimmtes Tarifpaket fallen in diese Kategorie. Taschengeld und Budgetgeld ergänzen sich dabei: das eine für spontane Wünsche, das andere für strukturierte Ausgabenbereiche mit klaren Grenzen.

Was darf dein Kind mit 14 rechtlich selbst kaufen?

Alltagskäufe, die dein Kind mit eigenem Geld bezahlt, sind rechtlich wirksam. Es darf sich also selbst ein T-Shirt, ein Buch oder einen Kinobesuch leisten, ohne dass du jedem einzelnen Einkauf zustimmen musst. Möglich macht das der sogenannte Taschengeldparagraph.

Vorab noch ein wichtiger Punkt: Einen gesetzlichen Anspruch auf Taschengeld gibt es in Deutschland nicht. Weder das BGB noch andere Normen verpflichten dich, Taschengeld zu zahlen. Ob Eltern überhaupt verpflichtet sind, Taschengeld zu geben, ist eine berechtigte Frage: Die Entscheidung liegt allein bei dir und fällt in den Bereich deiner elterlichen Sorge und der finanziellen Erziehung deines Kindes.

Der Taschengeldparagraph einfach erklärt

Der Taschengeldparagraph (§ 110 BGB) besagt im Kern, dass ein Vertrag eines Minderjährigen wirksam ist, wenn er die Sache mit Geld bezahlt, das ihm zur freien Verfügung überlassen wurde, und wenn Leistung und Gegenleistung bereits vollständig ausgetauscht sind. Bezahlt dein Kind also an der Kasse bar und nimmt die Ware direkt mit, ist der Kauf gültig.

Diese Regel hängt eng mit der beschränkten Geschäftsfähigkeit zusammen, die ab dem vollendeten siebten Lebensjahr gilt. Mit 14 ist der Paragraph besonders relevant, weil dein Kind nun größere und vielfältigere Käufe tätigt, von Kleidung über Technik bis zu digitalen Diensten.

Warum gilt ein Mobilfunkvertrag ohne deine Zustimmung nicht?

Der Taschengeldparagraph greift nur bei Geschäften, bei denen alles sofort erledigt ist. Langfristige Verpflichtungen fallen ausdrücklich nicht darunter. Ein Mobilfunkvertrag mit zweijähriger Laufzeit, eine Ratenzahlung oder ein Abonnement sind deshalb ohne deine Zustimmung nicht wirksam.

Solche Verträge werden erst gültig, wenn du als Elternteil zustimmst oder sie nachträglich genehmigst. Das schützt dein Kind davor, sich unbedacht in dauerhafte finanzielle Verpflichtungen zu manövrieren, die sein Taschengeld weit übersteigen würden. Für die Verwaltung größerer Vermögenswerte bleibst du weiterhin verantwortlich.

Wie zahlst du Taschengeld mit 14 am besten aus?

Mit 14 hast du bei der Auszahlung mehr Möglichkeiten als bei jüngeren Kindern. Bargeld, ein Jugendgirokonto oder eine Prepaid-Karte kommen alle infrage, und welche Form passt, hängt von deinem Kind, den typischen Ausgaben und euren Vorlieben ab. Wenn du dabei überlegst, ob ein Elternteil ein Konto fürs Kind eröffnen kann, ist das ein guter erster Schritt.

Bargeld hat den Vorteil, dass dein Kind unmittelbar sieht, wie Geld beim Ausgeben schwindet und beim Taschengeld wieder dazukommt. Ein Jugendgirokonto führt an bargeldloses Bezahlen und Onlinebanking heran, wobei die Frage, welche Bank sich am besten für ein Kinderkonto eignet, hier eine Rolle spielt. Prepaid-Karten funktionieren so, dass nur der aufgeladene Betrag genutzt werden kann, eine Überziehung ist ausgeschlossen. Viele Familien kombinieren, etwa einen Grundbetrag bar für Kleinigkeiten und einen Anteil aufs Konto, der eher dem Sparen dient.

Monatlicher Rhythmus und digitale Übung

Für 14-Jährige ist die monatliche Auszahlung Standard. Einen Betrag von 25 bis 45 Euro über einen ganzen Monat zu verwalten fordert dein Kind heraus, längerfristig zu planen, zwischen sofortigem Kauf und einem größeren Wunsch abzuwägen und Prioritäten zu setzen. Genau dieser Planungshorizont bereitet auf das spätere Leben vor, in dem die meisten Einkünfte monatlich fließen.

Finanz-Apps und Onlinebanking sind ein tolles Übungsfeld für digitale Zahlungen. Viele Apps kategorisieren Ausgaben und stellen sie grafisch dar, sodass dein Kind auf einen Blick erkennt, wohin sein Geld fließt. Ein Blick auf verschiedene Taschengeld-Apps für Kinder im Vergleich hilft dir, das passende Werkzeug zu finden. Führe dein Kind gemeinsam an diese Werkzeuge heran, erkläre sichere Passwörter und triff klare Absprachen, welche Transaktionen es allein tätigen darf.

Verlässlich bleiben und Geschenke sinnvoll einordnen

Ein Grundsatz ist mir besonders wichtig: Setze Taschengeld niemals als Druckmittel ein. Es bei schlechten Noten oder Streit zu kürzen, untergräbt das Vertrauen und die pädagogische Wirkung. Zahle es verlässlich und in der vereinbarten Höhe aus, damit dein Kind stabil planen kann. Anpassungen besprichst du besser langfristig und ruhig.

Neben dem Taschengeld kommen oft weitere Beträge dazu, die du einordnen solltest:

  • Geldgeschenke zu Geburtstag oder Feiertagen kannst du teils dem Budget hinzufügen und teils aufs Sparkonto legen.
  • Eigenes Einkommen aus kleinen Nebenjobs betrachtest du gemeinsam mit dem Taschengeld, ohne das Taschengeld deshalb zu streichen.
  • Das Kindergeld dient der grundlegenden Versorgung und wird nicht direkt als Taschengeld eingesetzt, ein Teil eignet sich aber gut fürs langfristige Sparen.

Gerade beim langfristigen Sparen lohnt sich der frühe Start, weshalb viele Familien überlegen, ob es sinnvoll ist, Kindergeld in ETFs anzulegen. Wenn du überlegst, wie du Kindergeld oder Geldgeschenke für die Zukunft deines Kindes anlegst, hilft ein Blick auf die beste Sparanlage für Kinder, dann gehen wir das in Ruhe zusammen durch.

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Häufige Fragen

Das Familienportal des Bundes empfiehlt für 14- bis 15-Jährige 25 bis 45 Euro monatlich. Wo du dich innerhalb dieser Spanne einordnest, hängt von eurem Familieneinkommen ab und davon, welche Ausgaben dein Kind selbst übernehmen soll.
Alltagskäufe, die dein Kind mit seinem eigenen Taschengeld bar bezahlt und direkt mitnimmt, sind über den Taschengeldparagraph (§ 110 BGB) rechtlich wirksam. Langfristige Verpflichtungen wie Mobilfunkverträge, Abonnements oder Ratenzahlungen gelten dagegen nur mit deiner Zustimmung.
Eine bundesweit einheitliche, rechtlich verbindliche Richtlinie der Jugendämter gibt es nicht. Die Fachpraxis orientiert sich an den Empfehlungen des Deutschen Jugendinstituts, also an denselben altersgestaffelten Werten. Dein zuständiges Jugendamt berät dich bei einer individuellen Lösung, verpflichtet dich aber zu nichts.
Vom Taschengeld zahlt dein Kind nur die schönen Extras, also Treffen mit Freunden, Apps, Mode-Accessoires, Hobbys oder Kinobesuche. Der Grundbedarf wie Mahlzeiten, Alltags- und Schulkleidung, Schulmaterial sowie Arztkosten bleibt Sache der Eltern und gehört zur Unterhaltspflicht.
Ab dem zehnten Geburtstag empfiehlt das Familienportal die Umstellung auf monatliche Zahlungen. Vorher sind wöchentliche Auszahlungen sinnvoller, weil jüngere Kinder selten einen ganzen Monat überblicken. Mit 14 ist die monatliche Auszahlung Standard und übt das längerfristige Planen.
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GESCHRIEBEN VON
Lasse Falke

Lasse ist Gründer von SmartKidsInvest und seit über 10 Jahren Finanzberater mit Fokus auf Familien. Sein Ziel: Finanzthemen so erklären, dass sie jede Familie versteht – ohne Fachchinesisch und ohne Verkaufsdruck.

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