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Taschengeld mit 15 Jahren: Wie viel ist angemessen?

Lasse Falke
Lasse Falke
Finanzexperte für Familien · Aktualisiert am 19. August 2026
Taschengeld mit 15 Jahren: Wie viel ist angemessen?

Mit 15 wird Geld auf einmal ein richtig großes Thema. Deine Tochter will mit Freundinnen ins Café, dein Sohn spart auf neue Kopfhörer, und ständig heißt es, alle anderen bekommen doch viel mehr. Da hilft eine verlässliche Orientierung, wie viel Taschengeld in diesem Alter üblich und sinnvoll ist, ohne dass ihr euch dabei überfordert.

Wie viel Taschengeld ist mit 15 Jahren angemessen?

Für 14- und 15-Jährige liegt die empfohlene Spanne bei 25 bis 45 Euro pro Monat. Das steht so in der Taschengeldtabelle des Familienportals des Bundes, die auf einer Expertise des Deutschen Jugendinstituts (DJI) aus dem Jahr 2025 beruht. Diese Werte sind ausdrücklich eine Orientierungshilfe und keine gesetzliche Vorgabe.

Es gibt keine getrennte Empfehlung für 14- und für 15-Jährige. Beide Altersstufen werden gemeinsam in einer Spanne zusammengefasst. Du kannst mit deinem Kind also flexibel innerhalb dieses Rahmens bleiben, zum Beispiel wie beim Taschengeld mit 14 Jahren eher am unteren Ende starten und mit 15 in Richtung der oberen Beträge gehen.

Was sagen die tatsächlichen Zahlen?

Neben den Empfehlungen erhebt das DJI auch, was Eltern in Deutschland tatsächlich zahlen. Diese Beträge steigen mit dem Alter deutlich an. Für 16-Jährige liegt der Durchschnitt bei etwa 40 Euro, für 17-Jährige bei rund 50 Euro. Für 15-Jährige nennen die Quellen keinen eigenen Durchschnittswert, weshalb ich hier keine erfundene Zahl einsetze.

Die Spanne ist bewusst breit gewählt, damit sie zu ganz unterschiedlichen Familien passt. Wo du innerhalb dieser Spanne landest, hängt vor allem von zwei Dingen ab:

  • Euer Familieneinkommen und was ihr euch komfortabel leisten könnt.
  • Welche Ausgaben dein Kind aus dem Taschengeld selbst bestreiten soll.

Wenn dein Kind aus dem Taschengeld viel selbst finanzieren soll, macht ein Betrag im oberen Bereich Sinn. Geht es eher um kleine Zusatzwünsche, reicht auch das untere Ende. Es gibt hier kein Richtig oder Falsch, nur das, was zu eurem Alltag passt. Wer darüber hinaus überlegt, wie viel Geld man pro Monat für Kinder sparen sollte, findet dazu eigene Orientierungswerte.

Wie viel Taschengeld gibt es in welchem Alter? Die komplette Tabelle

Manchmal hilft der Blick auf das große Ganze, um das Taschengeld mit 15 richtig einzuordnen. Die offizielle Tabelle reicht von unter sechs Jahren bis über 18 und zeigt, wie sich die Beträge über die Jahre entwickeln. Dabei lohnt sich ein Blick auf den Zahlungsrhythmus.

Bei den Kleinen wird wöchentlich gezahlt, weil Kinder unter zehn selten einen ganzen Monat überblicken können. Ab etwa zehn Jahren lohnt sich die Umstellung auf monatliche Zahlung, wie schon beim Taschengeld mit 10 Jahren üblich, damit dein Kind lernt, über einen längeren Zeitraum zu planen. Mit 15 ist die monatliche Auszahlung längst selbstverständlich.

AlterEmpfehlung laut Familienportal (Expertise DJI 2025)Zahlungsrhythmus
Unter 6 Jahre1,00–2,00 Eurowöchentlich
6–7 Jahre2,00–3,00 Eurowöchentlich
8–9 Jahre3,00–4,00 Eurowöchentlich
10–11 Jahre15,00–25,00 Euromonatlich
12–13 Jahre20,00–30,00 Euromonatlich
14–15 Jahre25,00–45,00 Euromonatlich
16–17 Jahre*40,00–60,00 Euromonatlich
Ab 18 Jahre*55,00–75,00 Euromonatlich
*Die Empfehlungen ab 16 Jahren gelten für Jugendliche, die wirtschaftlich vollständig von ihren Eltern abhängig sind, etwa Schülerinnen und Schüler ohne eigenes Einkommen.

An der Tabelle siehst du gut, dass der wirklich große Sprung nicht zwischen 14 und 15 liegt, sondern erst beim Übergang von 15 auf 16 Jahre. Dann klettert die Spanne von 25 bis 45 Euro auf 40 bis 60 Euro, weil ältere Jugendliche noch selbstständiger werden und mehr eigene Ausgaben stemmen. Was beim Taschengeld mit 16 Jahren zu beachten ist, gibt dir einen guten Anhaltspunkt, wenn du unsicher bist, wo ihr anfangen sollt.

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Was muss ein 15-Jähriger vom Taschengeld bezahlen?

Taschengeld ist vor allem für Freizeit, kleine Wünsche und digitale Angebote gedacht. Es soll deinem Kind einen eigenen Spielraum geben, in dem es Konsumentscheidungen treffen und aus ihnen lernen darf. Notwendiger Lebensunterhalt gehört ausdrücklich nicht dazu.

Interessant sind hier die DJI-Zahlen zu einzelnen Ausgabenkategorien. Bei Essen und Trinken zahlen Kinder und Jugendliche in 80 Prozent der Fälle selbst, beim Kinobesuch liegt der Anteil der Selbstzahlung bei 46 Prozent. Bei Kleidung übernehmen dagegen deutlich häufiger die Eltern.

Womit versorgt sich ein 15-Jähriger selbst?

Im Taschengeld landen meist die Dinge, die schön, aber nicht lebensnotwendig sind. Eine feste, offizielle Liste, was Kinder vom Taschengeld selbst bezahlen sollten, gibt es dafür nicht, das folgt eher aus der allgemeinen Funktion des Taschengeldes. In der Praxis zahlen viele Jugendliche in diesem Alter selbst:

  • Snacks, Getränke und Essen unterwegs
  • Kinobesuche und Treffen mit Freunden im Café
  • Kleinere Modewünsche und Kleinigkeiten aus dem Drogeriemarkt
  • Digitale Zusatzinhalte wie Apps, sofern du das erlaubst

Grundlegende Kleidung, Schulmaterial wie Hefte und Bücher sowie Fahrkosten zur Schule gehören nicht ins Taschengeld. Diese Dinge fallen unter deine Unterhaltspflicht als Elternteil. Taschengeld darf niemals als Ersatz für den Unterhalt dienen.

Am besten legt ihr gemeinsam fest, wer was zahlt. Wenn dein Kind genau weiß, dass ein neuer Pullover nicht vom Taschengeld runtergeht, ein zusätzliches Konzertticket aber schon, vermeidet ihr eine Menge Diskussionen. Eine klare Absprache im Voraus spart viel Ärger.

Was ist Budgetgeld und wann ist es zusätzlich sinnvoll?

Budgetgeld ist zweckgebundenes Geld für notwendige Ausgaben wie Kleidung und Schulmaterial, das zusätzlich zum Taschengeld eingeplant wird. Das DJI hat diesen Begriff im Rahmen seiner Forschung zur Gelderziehung eingeführt. Dein Kind darf darüber nicht völlig frei verfügen, sondern es ist für einen vorher vereinbarten Zweck gedacht.

Im Alltag ist der Unterschied schnell erklärt. Taschengeld ist der frei verfügbare Betrag für Wünsche und Freizeit, über den dein Kind allein entscheidet. Budgetgeld ist ein geplanter Betrag für Grundausgaben, den dein Kind eigenständig verwaltet, aber innerhalb eines festen Rahmens.

Wann passt Budgetgeld im Jugendalter?

Budgetgeld wird typischerweise erst in höheren Altersstufen eingeführt, weil es eine gewisse Planungsfähigkeit voraussetzt. Genau die entwickelt sich im Jugendalter. Mit 15 fangen viele Jugendliche an, selbstständiger über ihre Kleidung und ihren Alltag zu entscheiden, und da kann ein eigenes Kleidungsbudget ein toller Lernschritt sein.

Konkrete Beträge für das Budgetgeld nach Alter gibt das DJI in den öffentlich einsehbaren Unterlagen leider nicht an. Zwar existiert eine Budgetgeldtabelle, die genauen Summen sind dort aber nicht ausgewiesen. Deshalb nenne ich hier bewusst keine Zahl, die ich nicht belegen kann.

Budgetgeld ist näher am Unterhalt als das Taschengeld, weil es notwendige Ausgaben abdeckt. Den Unterhalt trägst du als Elternteil immer. Wie hoch die allgemeinen Kosten dafür sind, zeigt der Überblick dazu, wie viel Geld man monatlich für ein Kind braucht. Ob du diese Ausgaben über Budgetgeld regelst oder einfach direkt selbst einkaufst, bleibt dir überlassen. Wenn du unsicher bist, wie ihr das für euch aufteilt, meld dich gerne bei mir, dann schauen wir gemeinsam, was zu eurer Familie passt.

Wie zahlst du Taschengeld mit 15 am besten aus?

Mit 15 spricht viel dafür, das Taschengeld nicht mehr nur bar in die Hand zu drücken, sondern auf ein eigenes Jugendkonto zu überweisen. In diesem Alter kommt dein Kind ohnehin immer öfter mit Kartenzahlung und Online-Shopping in Berührung. Ein eigenes Konto ist da ein natürlicher nächster Schritt, und die Frage, welche Bank sich am besten für ein Kinderkonto eignet, lohnt sich vor der Eröffnung.

Achte dabei darauf, ein Guthabenkonto zu wählen, das nicht überzogen werden kann. Bei einem solchen Konto ohne Dispositionskredit lässt sich nur das ausgeben, was tatsächlich drauf ist. Das schützt deinen Nachwuchs zuverlässig vor Schulden und ist gerade im Jugendalter ein echter Sicherheitsanker.

Warum bringt ein Konto im Jugendalter so viel?

Über ein eigenes Konto lernt dein Kind, mit Kontoauszügen umzugehen, den Überblick über Ein- und Ausgänge zu behalten und digitale Zahlungen zu verstehen. Ob ein Elternteil ein Konto fürs Kind eröffnen darf, ist dabei schnell geklärt. Das sind Fähigkeiten, die später beim ersten eigenen Gehalt oder Ausbildungsgeld enorm helfen. Stiftung Warentest und Finanztip empfehlen genau deshalb, Jugendliche früh an Konto und Geldverwaltung heranzuführen.

Egal ob bar oder aufs Konto, ein Grundsatz gilt immer: Zahle das Taschengeld regelmäßig und verlässlich, zum vereinbarten Termin und in der vereinbarten Höhe. So kann dein Kind planen und darauf vertrauen, dass das Geld kommt. Setze Taschengeld außerdem nie als Belohnung oder Strafe ein. Es sollte nicht davon abhängen, ob das Zimmer aufgeräumt ist oder die Mathenote stimmt, weil das seine Funktion als Lernfeld untergräbt. Bleib konsequent und stock nicht spontan auf, wenn das Geld vor Monatsende alle ist. Nur so lernt dein Kind, mit einem Budget hauszuhalten.

Dürfen 15-Jährige selbst einkaufen und Verträge abschließen?

Ja, aber nur in einem begrenzten Rahmen, und genau das regelt der sogenannte Taschengeldparagraph, also § 110 BGB. Kinder ab sieben Jahren dürfen im Rahmen ihres frei verfügbaren Taschengeldes Käufe tätigen, ohne dass du als Elternteil zustimmen musst. Entscheidend ist, dass die Ware sofort vollständig aus dem Taschengeld bezahlt wird.

Im Laden funktioniert das reibungslos. Wenn dein 15-jähriges Kind sich von seinem Taschengeld eine Jeans oder eine Kinokarte kauft und direkt bezahlt, ist dieser Kauf wirksam. Solange die Summe vom Taschengeld gedeckt ist, braucht es dafür keine Rücksprache mit dir.

Warum brauchen viele Onlinekäufe deine Zustimmung?

Bei Bestellungen im Internet sieht es oft anders aus. Dort wird die Rechnung häufig erst nach der Lieferung bezahlt, also nicht unmittelbar aus dem Taschengeld. Genau in diesen Fällen greift der Taschengeldparagraph nicht, und der Vertrag ist erst wirksam, wenn du als Elternteil eingewilligt oder ihn nachträglich genehmigt hast.

Dahinter steckt die beschränkte Geschäftsfähigkeit, die zwischen sieben und 18 Jahren gilt. Das ist kein Nachteil, sondern ein Schutz für deinen Nachwuchs. Er bewahrt Jugendliche davor, sich mit größeren Verträgen zu übernehmen, die ihre finanziellen Möglichkeiten sprengen.

Für euch heißt das ganz praktisch: Sprich mit deinem Kind offen darüber, welche Käufe es selbst tätigen darf und wann es besser vorher fragt. Teurere technische Geräte, die das Taschengeld übersteigen, oder wiederkehrende Zahlungsverpflichtungen gehören auf jeden Fall auf eure gemeinsame Besprechungsliste. So gibst du deinem Kind Freiraum und Sicherheit zugleich.

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Häufige Fragen

Laut der Taschengeldtabelle des Familienportals des Bundes liegt die empfohlene Spanne für 14- und 15-Jährige bei 25 bis 45 Euro pro Monat. Die Werte beruhen auf einer DJI-Expertise von 2025 und sind eine Orientierungshilfe, keine feste Vorgabe.
Vom Taschengeld gehen vor allem Freizeit und kleine Wünsche, etwa Snacks, Kinobesuche, kleine Modewünsche und digitale Angebote. Grundlegende Kleidung, Schulmaterial und Fahrkosten zur Schule gehören dagegen zur Unterhaltspflicht der Eltern und nicht ins Taschengeld.
Die verbreitete Orientierung stammt aus der Taschengeldtabelle des Familienportals des Bundes, die auf einer DJI-Expertise beruht. Für 14- und 15-Jährige nennt sie 25 bis 45 Euro pro Monat. Das sind Empfehlungen, keine gesetzlich vorgeschriebenen Beträge.
Budgetgeld ist zweckgebundenes Geld für notwendige Ausgaben wie Kleidung, das zusätzlich zum Taschengeld läuft. Konkrete Beträge nach Alter gibt das DJI in den öffentlich einsehbaren Unterlagen nicht an, deshalb lässt sich hier keine belegbare Summe nennen.
Im Rahmen des frei verfügbaren Taschengeldes ja, das regelt der Taschengeldparagraph (§ 110 BGB), sofern die Ware sofort vollständig bezahlt wird. Bei Onlinekäufen mit späterer Zahlung greift die Regel oft nicht, dann ist deine Zustimmung nötig.
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Lasse ist Gründer von SmartKidsInvest und seit über 10 Jahren Finanzberater mit Fokus auf Familien. Sein Ziel: Finanzthemen so erklären, dass sie jede Familie versteht – ohne Fachchinesisch und ohne Verkaufsdruck.

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