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Geld für Kinder anlegen: So geht’s am besten

Lasse Falke
Lasse Falke
Finanzexperte für Familien · Aktualisiert am 1. September 2026
Geld für Kinder anlegen: So geht’s am besten

Der Führerschein rückt näher, das Auslandsjahr nach dem Abi ist plötzlich Thema, und irgendwann steht die erste eigene Wohnung an. Für all das lässt sich schon heute etwas zurücklegen, und je früher du damit anfängst, desto weniger musst du selbst dazutun. Denn dein größter Verbündeter beim Sparen fürs Kind ist nicht ein bestimmtes Produkt, sondern schlicht die Zeit.

Warum lohnt es sich so stark, früh anzufangen?

Früh anfangen lohnt sich so stark, weil der Zinseszinseffekt umso kräftiger wirkt, je mehr Zeit ihm bleibt. Beim Sparen für dein Kind hast du oft zehn, fünfzehn oder sogar achtzehn Jahre vor dir, ein Zeitraum, von dem die meisten Erwachsenen beim eigenen Depot nur träumen können.

Was steckt hinter dem Zinseszinseffekt?

Der Zinseszinseffekt beschreibt, dass deine Erträge nicht nur einmal anfallen, sondern selbst wieder Erträge erwirtschaften. Dein Geld wächst dadurch nicht gleichmäßig linear, sondern exponentiell, es legt also mit den Jahren immer stärker zu. Gerade bei langen Laufzeiten wird dieser Effekt zum echten Motor deiner Geldanlage.

Ein anschauliches Beispiel liefert das Kindergeld. Wer die aktuell 250 Euro pro Monat konsequent in einen weltweiten Aktien-ETF investiert, kann bei einer angenommenen Rendite von sechs Prozent pro Jahr nach 18 Jahren auf rund 96.600 Euro kommen. Ohne jede Verzinsung wären es nur die eingezahlten 54.000 Euro. Ob es sich lohnt, Kindergeld in ETFs anzulegen, wird hier deutlich, denn aus einer staatlichen Leistung, die sonst im Alltag verschwindet, wird so ein kleines Vermögen.

Was bewirken kleine Sparraten über 18 Jahre?

Du musst gar nicht das ganze Kindergeld anlegen, damit sich etwas bewegt. Schon kleine, aber konsequent durchgehaltene Beträge summieren sich über 18 Jahre erstaunlich. Wie viel du sinnvollerweise pro Monat für dein Kind sparen solltest, hängt von deinem Ziel ab. Die folgenden Zahlen rechnen mit 7 Prozent Rendite pro Jahr nach Kosten und vor Steuern, das ist die durchschnittliche langfristige Zielrendite, die wir für unsere Kunden anstreben.

So entwickeln sich verschiedene monatliche Sparraten über 18 Jahre unter diesen Annahmen:

  • 50 Euro monatlich ergeben rund 21.500 Euro, eingezahlt hast du selbst nur 10.800 Euro.
  • 100 Euro monatlich werden zu etwa 43.000 Euro, bei 21.600 Euro Einzahlung.
  • 200 Euro monatlich wachsen auf ungefähr 86.000 Euro, gegenüber 43.200 Euro eigener Sparleistung.

Der Zinseszinseffekt verdoppelt deine Einzahlungen bei diesen Annahmen also nahezu. Das sind Näherungswerte, keine garantierten Renditen. Wie es am Ende tatsächlich aussieht, hängt von der Marktentwicklung und der gewählten Anlageform ab.

Zeit ist wichtiger als der perfekte Zeitpunkt

Ich sehe es in Beratungsgesprächen immer wieder: Viele Eltern warten auf den vermeintlich idealen Moment, mehr Geld, mehr Wissen, mehr Sicherheit. Beim Sparen fürs Kind ist die Zeit aber der mit Abstand wichtigste Hebel. Jedes Jahr, das du früher startest, arbeitet für dich, ganz ohne dass du selbst mehr einzahlen musst.

Fang lieber heute mit einer kleinen Rate an als in ein paar Jahren mit einer großen. Ein später Start lässt sich mit noch so viel Geld kaum aufholen, weil dir dann genau die Jahre fehlen, in denen der Zinseszinseffekt seine größte Wirkung entfaltet. Und keine Sorge: Du kannst deine Sparrate später jederzeit anpassen.

Wie findest du das passende Sparziel und den richtigen Zeithorizont?

Bevor du dich für ein Produkt entscheidest, lohnt sich eine einfache Frage: Wofür sparst du eigentlich, und wann brauchst du das Geld? Genau daran entscheidet sich, ob eine sichere oder eine renditestarke Anlage besser passt. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, diese Klärung ganz an den Anfang zu stellen.

Grob lassen sich die Ziele nach ihrem Zeithorizont sortieren, und das macht die Auswahl gleich viel leichter:

  • Kurzfristig, bis fünf Jahre: der Führerschein, ein erster Urlaub ohne Eltern oder ein neuer Laptop.
  • Mittelfristig, fünf bis zehn Jahre: Ausbildung, Studium, ein Auslandsaufenthalt oder der Start ins Berufsleben.
  • Langfristig, zehn bis achtzehn Jahre und mehr: Startkapital für die erste Wohnung, die Einrichtung oder ein erster Baustein für die spätere Altersvorsorge.

Zur Orientierung helfen ein paar Richtwerte aus der Praxis. Für den Führerschein solltest du rund 2.000 Euro einplanen, wobei das je nach Region und Anzahl der Fahrstunden schwankt. Für Ausbildung oder Studium werden grob 10.000 bis 20.000 Euro genannt, je nach Standort und Art der Ausbildung. Das sind Erfahrungswerte, keine amtlichen Statistiken, aber sie geben dir ein Gefühl für die Größenordnung.

Kurzer Zeitraum bedeutet Sicherheit, langer Zeitraum erlaubt Rendite

Als Faustregel gilt: Je näher das Ziel, desto sicherer die Anlage. Brauchst du das Geld schon in wenigen Jahren, zählt vor allem, dass es dann auch wirklich da ist. Ein zwischenzeitlicher Kurseinbruch wäre hier ärgerlich, weil du ihn vielleicht nicht mehr aussitzen kannst.

Hast du dagegen zehn Jahre oder mehr Zeit, darfst du mutiger sein. Dann überwiegen die Renditechancen die Risiken, und du kannst Schwankungen einfach aussitzen. Bei den mittelfristigen Zielen dazwischen ist oft eine Mischung sinnvoll, ein sicherer Teil und ein renditestärkerer Teil. Wie du das für deine Familie gewichtest, schauen wir uns gerne gemeinsam an, das ist meist einfacher, als es klingt.

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Welche sicheren Sparformen passen zu kurzen Zeiträumen?

Für Ziele, die schon in wenigen Jahren anstehen, sind sichere Bankprodukte die richtige Wahl. Sie bringen zwar keine großen Renditen, dafür ist dein Geld planbar verfügbar und durch die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Person und Bank geschützt. Bei kurzfristigen Zielen steht der Erhalt des Kapitals im Vordergrund.

Drei klassische Sparformen kommen dafür infrage, und jede hat ihren eigenen Charakter.

Tagesgeld, Festgeld und Sparbuch im Überblick

Das Tagesgeldkonto ist der flexible Allrounder. Dein Geld ist täglich verfügbar, der Zinssatz variabel, und im Schnitt liegen die Angebote für Kinder aktuell bei rund 2,1 Prozent pro Jahr, einzelne Anbieter zahlen zeitweise über drei Prozent. Es eignet sich hervorragend als erstes Sparkonto, weil dein Kind seinen Sparfortschritt jederzeit sehen kann.

Festgeld passt, wenn der Zeitpunkt fest steht und du zwischendurch keinen Zugriff brauchst. Du bekommst einen festen Zinssatz über die gesamte Laufzeit, im Schnitt rund 2,5 Prozent pro Jahr, einzelne Angebote reichen bis 3,25 Prozent. Dafür kommst du während der Laufzeit nicht an dein Geld, weshalb sich Festgeld für Kinder vor allem für planbare Ausgaben eignet und für Notfälle ungeeignet ist.

Das Sparbuch ist heute vor allem ein Lerninstrument. Die Zinsen liegen oft nur bei etwa 0,03 Prozent pro Jahr, deutlich unter der Inflation, sodass die Kaufkraft real sinkt. Als anschauliches Werkzeug, damit dein Kind das Sparen versteht, hat es seinen Charme, für den langfristigen Vermögensaufbau taugt es aber nicht.

Typische VerzinsungSicherheitVerfügbarkeitPassend für
Tagesgeldca. 2,1 % p.a. (Momentaufnahme)Einlagensicherung bis 100.000 Eurotäglich verfügbarkurzfristige Ziele, Notfallrücklage, erstes Sparkonto
Festgeldca. 2,5 % p.a. (Momentaufnahme)Einlagensicherung bis 100.000 Eurofest gebunden über die Laufzeitplanbare Ziele mit festem Zeitpunkt
Sparbuchca. 0,03 % p.a.hohe Sicherheitmeist kurzfristig verfügbarkleine Ziele, Lerninstrument fürs Kind

Die genannten Zinssätze sind Momentaufnahmen und ändern sich mit dem Zinsumfeld, deshalb prüfe konkrete Angebote immer tagesaktuell. Alle drei bieten viel Sicherheit, gleichen die Inflation aber oft nicht aus. Für kurze Zeiträume ist das völlig in Ordnung, für den langfristigen Aufbau brauchst du dagegen mehr.

Warum ist ein ETF-Sparplan der Renditemotor für langfristige Ziele?

Ein ETF-Sparplan bringt dein Geld breit gestreut in den Aktienmarkt und erwirtschaftet dort langfristig deutlich mehr als jedes Sparbuch. Genau das macht ihn zum idealen Kernbaustein, wenn dein Kind das Geld erst zum Erwachsenwerden oder später braucht.

Was ist ein ETF überhaupt?

Ein Investmentfonds bündelt das Geld vieler Anleger und investiert es breit gestreut, etwa in Aktien. Ein ETF ist eine besonders günstige und transparente Variante davon: Er bildet einfach einen Index nach, statt teuer einzelne Aktien auszuwählen. Deshalb liegen die jährlichen Kosten breiter Standard-ETFs meist nur bei etwa 0,1 bis 0,3 Prozent.

Für Kinder empfiehlt sich ein weltweiter Aktien-ETF, zum Beispiel auf den MSCI World. Welcher ETF sich für Kinder eignet, entscheidet sich vor allem an dieser breiten Streuung: Mit einem einzigen Produkt bist du dann über Hunderte von Unternehmen aus vielen Ländern und Branchen investiert. Das senkt das Risiko einzelner Länder oder Branchen und lässt dich am langfristigen Wachstum der Weltwirtschaft teilhaben.

Ab 25 Euro monatlich starten und den Durchschnitt für sich nutzen

Bei den meisten Anbietern geht ein ETF-Sparplan ab 25 Euro pro Monat los, einige Neobroker erlauben sogar Raten ab einem Euro. So baust du ganz automatisch und ohne großen Aufwand Vermögen auf.

Weil du immer den gleichen Betrag investierst, kaufst du bei niedrigen Kursen mehr Anteile und bei hohen weniger. Über die Zeit ergibt sich so ein günstiger Durchschnittspreis. Diesen Durchschnittskosteneffekt musst du nicht aktiv steuern, er passiert von allein und nimmt dir die Sorge, den perfekten Einstiegszeitpunkt treffen zu müssen.

Für einen Aktien-ETF brauchst du genug Zeit. Empfohlen wird ein Anlagehorizont von mindestens zehn, besser fünfzehn Jahren, denn zwischendurch schwanken die Kurse und es kann auch mal deutlich bergab gehen. Genau deshalb gehört in einen ETF-Sparplan nur Geld, das du in dieser Zeit nicht anderweitig brauchst.

Für Kinderdepots eignen sich außerdem thesaurierende ETFs besonders gut. Bei ihnen werden Dividenden und Erträge automatisch wieder angelegt, statt sie auszuschütten. So arbeitet der Zinseszinseffekt ohne dein Zutun weiter.

ETF-Sparplan gegen Sparbuch über 18 Jahre

Wie groß der Unterschied ist, zeigt erneut das Kindergeld-Beispiel: Die 250 Euro monatlich im weltweiten Aktien-ETF ergeben bei sechs Prozent nach 18 Jahren rund 96.600 Euro, im zinslosen Sparbuch-Szenario bleiben es nur die eingezahlten 54.000 Euro, deren Kaufkraft durch die Inflation zusätzlich schrumpft.

Auch bei kleineren Raten wird die Lücke deutlich. 100 Euro monatlich werden bei 7 Prozent Rendite über 18 Jahre zu etwa 43.000 Euro, im zinslosen Sparbuch-Szenario dagegen nur zu 21.600 Euro. Die Anlage am Kapitalmarkt verdoppelt deine Summe unter diesen Annahmen also fast. Wenn du unsicher bist, welcher ETF zu euch passt, meld dich gerne bei mir, dann gehen wir das in Ruhe gemeinsam durch.

Kinderdepot oder Elterndepot: Was passt zu deiner Familie?

Ob du für dein Kind in einem eigenen Depot auf seinen Namen sparst oder lieber im eigenen Depot, ist keine Frage von richtig oder falsch. Beide Wege haben ihre Stärken, und welcher passt, hängt von deiner Steuersituation, deinem Kontrollwunsch und deinen Erziehungsvorstellungen ab.

Juniordepot mit eigenen Steuerfreibeträgen

Ein Juniordepot läuft auf den Namen deines Kindes, du als Elternteil verwaltest es. Der große Vorteil: Dein Kind nutzt seine eigenen Steuerfreibeträge. Neben dem Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro pro Jahr kann es mit einer Nichtveranlagungsbescheinigung sogar den Grundfreibetrag nutzen, sodass 2025 bis zu 13.132 Euro Kapitalerträge im Jahr steuerfrei bleiben können.

Es gibt aber einen Punkt, den du von Anfang an im Hinterkopf behalten solltest, denn ein Junior-Depot hat auch Nachteile: Mit dem 18. Geburtstag gehört das Vermögen deinem Kind ganz allein, und es entscheidet frei darüber. Du bist dann rechtlich raus. Für die einen ist das ein schöner Vertrauensbeweis, für andere ein Grund zur Sorge, ob der Nachwuchs mit einer größeren Summe verantwortungsvoll umgeht.

Elterndepot für mehr Kontrolle

Sparst du im eigenen Depot fürs Kind, behältst du die Kontrolle. Das Geld gehört rechtlich dir, und du entscheidest später, wann und wie viel du überträgst, etwa erst nach der Ausbildung statt zum 18. Geburtstag. Dank der Schenkungsfreibeträge, bis zu 400.000 Euro je Elternteil alle zehn Jahre, geht das in aller Regel steuerfrei.

Der Preis dafür sind die Steuern. Im Elterndepot zählen nur deine eigenen Freibeträge, die des Kindes gehen verloren, und eine Nichtveranlagungsbescheinigung kannst du hier nicht einsetzen. Bei kleinen Sparraten fällt das kaum ins Gewicht, bei hohen erwarteten Erträgen aber durchaus.

Kosten, Anbieter und deine Entscheidung

Bei den Kosten musst du dir wenig Sorgen machen. Viele Anbieter führen Kinderdepots kostenlos und bieten ETF-Sparpläne ohne Kaufgebühr an. Worauf du sonst noch bei einem Kinderdepot achten solltest, sind Details wie Ausführungsgebühren je Sparplan oder Orderkosten für Einmalanlagen, damit kleine Raten nicht von Gebühren aufgefressen werden.

Als Orientierung, wonach du deine Entscheidung ausrichten kannst:

  • Erwartest du hohe Kapitalerträge über viele Jahre, spricht viel für das Juniordepot mit seinen zusätzlichen Freibeträgen.
  • Ist dir Kontrolle über den Zeitpunkt der Übergabe wichtig, bist du mit dem Elterndepot flexibler.
  • Bei kleinen Sparraten reicht der Sparerpauschbetrag meist ohnehin aus, dann zählt eher dein persönliches Bauchgefühl.

Oft ist auch eine Mischung sinnvoll: einen Teil im Juniordepot für die Steuervorteile, einen Teil im Elterndepot für Flexibilität. Welche Aufteilung zu eurer Situation passt, finden wir in einem persönlichen Gespräch schnell heraus.

Wie holst du dir Steuern und Freibeträge fürs Kind zurück?

Kapitalerträge sind bei Kindern in vielen Fällen komplett steuerfrei, wenn du die Freibeträge richtig nutzt. Ob ein Depot für Kinder steuerfrei bleibt, hängt genau davon ab, denn auch dein Kind hat als eigene Person einen Anspruch auf diese Freibeträge, ganz unabhängig vom Alter. Mit ein paar einfachen Schritten holst du dir das Meiste heraus.

Sparerpauschbetrag und Freistellungsauftrag

Jeder Person in Deutschland stehen 1.000 Euro Sparerpauschbetrag pro Jahr zu, also auch deinem Kind. Bis zu dieser Höhe bleiben Zinsen, Dividenden und Kursgewinne steuerfrei. Damit die Bank die Abgeltungsteuer gar nicht erst abführt, richtest du einen Freistellungsauftrag im Namen des Kindes ein.

Der Sparerpauschbetrag wird jedes Jahr neu gewährt, lässt sich aber nicht ins Folgejahr übertragen. Nicht genutzte Freibeträge verfallen am Jahresende. Wenn hohe Gewinne absehbar sind, kann es sich deshalb lohnen, sie möglichst gleichmäßig über die Jahre zu verteilen.

Nichtveranlagungsbescheinigung für höhere Erträge

Reichen die 1.000 Euro nicht aus, kommt die Nichtveranlagungsbescheinigung ins Spiel. Weil Kinder meist kein eigenes Einkommen haben, kannst du beim Finanzamt bestätigen lassen, dass dein Kind unter dem Grundfreibetrag bleibt. Zusammen mit Sparerpauschbetrag und Sonderausgabenpauschbetrag können so 2025 bis zu 13.132 Euro Kapitalerträge pro Jahr steuerfrei bleiben.

Den Antrag stellst du am einfachsten digital über ELSTER mit dem Formular NV 1 A. Die Bescheinigung gilt in der Regel drei Jahre und muss danach neu beantragt werden. Reichst du sie beim depotführenden Institut ein, behält dieses gar keine Steuer mehr ein, selbst wenn die Erträge über 1.000 Euro liegen. Das ist ein sauberer und legaler Weg, der vielen Familien unbekannt ist.

Wem gehört das Geld?

Sobald du Geld auf den Namen des Kindes anlegst, gehört es rechtlich dem Kind. Du darfst es als Elternteil verwalten, aber ausschließlich zu seinem Nutzen, nicht für eigene Wünsche wie ein neues Auto. Mit 18 verfügt dein Kind dann selbst und frei darüber.

Bei sehr erfolgreichen Depots gibt es zwei Grenzen, die du im Blick behalten solltest. Zur Familienversicherung: Überschreiten die Einkünfte des Kindes eine bestimmte Höhe, fällt es aus der beitragsfreien Mitversicherung. Beim BAföG kann zu hohes Vermögen zu einer Kürzung führen. Diese Regelungen ändern sich immer wieder und hängen vom Einzelfall ab, deshalb lohnt bei hohen Beträgen ein Blick zur Krankenkasse, zum BAföG-Amt oder ein gemeinsames Gespräch mit mir, damit wir böse Überraschungen vermeiden.

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Häufige Fragen

Das hängt vom Zeithorizont ab. Für lange Laufzeiten ab zehn Jahren ist ein weltweiter Aktien-ETF-Sparplan der Renditemotor, weil er breit gestreut am Wachstum der Weltwirtschaft teilhat. Für Ziele in wenigen Jahren passen sichere Bankprodukte wie Tages- oder Festgeld besser.
Kläre zuerst, wofür und wann du das Geld brauchst. Danach wählst du die passende Anlageform, oft einen ETF-Sparplan für langfristige Ziele. Wichtig ist, früh zu starten, damit der Zinseszinseffekt möglichst lange für dich arbeitet, und die Steuerfreibeträge des Kindes zu nutzen.
Am besten mit einem regelmäßigen Sparplan, den du automatisch laufen lässt. Schon 50 Euro monatlich werden über 18 Jahre bei 7 Prozent Rendite zu rund 21.500 Euro. Entscheidend ist weniger die Höhe der Rate als ein früher Start und Durchhalten.
Brauchst du das Geld bald, ist ein Tages- oder Festgeldkonto sinnvoll, weil es sicher und planbar verfügbar ist. Hast du zehn Jahre oder mehr Zeit, kannst du die 1.000 Euro als Einmalanlage in einen weltweiten Aktien-ETF stecken oder auf mehrere Sparraten aufteilen.
Beim Juniordepot nutzt dein Kind eigene Steuerfreibeträge, das lohnt sich bei hohen erwarteten Erträgen. Beim Elterndepot behältst du die Kontrolle über den Zeitpunkt der Übergabe. Bei kleinen Sparraten reicht meist der Sparerpauschbetrag aus, sodass dein Bauchgefühl entscheidet.
Über den Sparerpauschbetrag bleiben 1.000 Euro pro Jahr steuerfrei. Mit einer Nichtveranlagungsbescheinigung und dem Grundfreibetrag können 2025 sogar bis zu 13.132 Euro Kapitalerträge im Jahr steuerfrei sein, da Kinder meist kein eigenes Einkommen haben.
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GESCHRIEBEN VON
Lasse Falke

Lasse ist Gründer von SmartKidsInvest und seit über 10 Jahren Finanzberater mit Fokus auf Familien. Sein Ziel: Finanzthemen so erklären, dass sie jede Familie versteht – ohne Fachchinesisch und ohne Verkaufsdruck.

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