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Endziffer beim Kindergeld: Was bedeutet sie für Deinen Auszahlungstermin?

Lasse Falke
Lasse Falke
Finanzexperte für Familien · Aktualisiert am 9. Juli 2026
Endziffer beim Kindergeld: Was bedeutet sie für Deinen Auszahlungstermin?

Die Endziffer beim Kindergeld ist die letzte Zahl Deiner Kindergeldnummer. Sie bestimmt ausschließlich, an welchem Tag im Monat das Geld überwiesen wird – nicht die Höhe des Kindergelds und nicht Deinen Anspruch. Wer eine niedrige Endziffer hat, bekommt das Geld eher zu Monatsbeginn, wer eine hohe hat, eher am Monatsende.

Viele Eltern fragen sich, was hinter dieser Ziffer steckt und ob sie irgendetwas am Kindergeld ändert. Die Antwort ist beruhigend: Sie steuert nur den Zahltag, sonst nichts. Hier erfährst Du, was die Endziffer bedeutet, wo Du sie findest und wie Du sie clever für den Vermögensaufbau Deines Kindes nutzt.

Was ist die Endziffer beim Kindergeld?

Die Endziffer ist die letzte Ziffer Deiner Kindergeldnummer, die Du von der Familienkasse erhältst. Eine Kindergeldnummer hat die Form 123FK456789 und besteht aus mehreren Ziffern und Buchstaben. So setzt sie sich zusammen:

  • Die ersten Ziffern ordnen Dich einer Familienkasse zu
  • Die Buchstaben FK stehen für Familienkasse
  • Die folgenden Ziffern identifizieren Deinen konkreten Fall
  • Die letzte Ziffer zwischen 0 und 9 ist Deine Endziffer

Diese Endziffer wird automatisch vergeben, sobald Dir erstmals Kindergeld bewilligt wird, und bleibt dauerhaft gleich, solange Dein Anspruch läuft.

Wo findest Du Deine Endziffer?

Dafür musst Du keine Behörde anrufen – ein Blick in Deine Unterlagen reicht meist aus. Deine Kindergeldnummer und damit die Endziffer findest Du an diesen Stellen:

  • Auf Deinem Kindergeldbescheid, wo die Kindergeldnummer im Kopfbereich steht
  • Auf Deinen Kontoauszügen, wo die Kindergeldnummer im Verwendungszweck der Überweisung erscheint
  • Direkt bei der Familienkasse, die Dir Deine Kindergeldnummer telefonisch oder schriftlich nennt

Ein Beispiel: Steht im Verwendungszweck „Kindergeld 123FK456783″, dann ist Deine Endziffer die 3.

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Wie hängt die Endziffer mit dem Auszahlungstermin zusammen?

Das Kindergeld wird über den Monat verteilt ausgezahlt, damit nicht alle Familien am selben Tag ihr Geld bekommen. Die Endziffer legt fest, in welchem Teil des Monats Deine Überweisung eingeht. Die Staffelung lässt sich grob so darstellen:

EndzifferAuszahlung
0 und 1zu Monatsbeginn (meist erste Woche)
2 bis 7im Verlauf des Monats (mittleres Drittel)
8 und 9im letzten Monatsdrittel, die 9 immer am Monatsende

Für jedes Kalenderjahr veröffentlicht die Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit eine konkrete Tabelle mit dem genauen Datum je Endziffer.

Was beeinflusst die Endziffer nicht?

Genauso wichtig wie das, was die Endziffer steuert, ist das, was sie nicht beeinflusst. Folgende Punkte hängen nicht von ihr ab:

  • Ob Du überhaupt Anspruch auf Kindergeld hast
  • Wie viele Kinder berücksichtigt werden
  • Die Höhe des Kindergelds, die 2026 bei 259 Euro pro Monat und Kind liegt

Die Endziffer ist ein rein technisches Merkmal, um die vielen Auszahlungen über den Monat zu verteilen. Eine hohe Endziffer bedeutet nicht weniger Geld, sondern lediglich einen späteren Zahltag.

Gilt die Endziffer auch für den Kinderzuschlag?

Ja. Auch der Kinderzuschlag wird über dieselbe Kindergeldnummer und damit dieselbe Endziffer ausgezahlt. Du musst Dir also keine zweite Logik merken – Kindergeld und Kinderzuschlag gehen in der Regel am selben Tag oder innerhalb weniger Tage ein.

Was bedeutet das für Deinen ETF-Sparplan?

Deine Endziffer ist nicht nur fürs Haushaltsbudget nützlich, sondern auch ein praktischer Taktgeber, wenn Du das Kindergeld für Dein Kind anlegst. Weil sie den Zahltag dauerhaft festlegt, weißt Du genau, wann das Geld jeden Monat eingeht – und kannst den Abbuchungstag Deines ETF-Sparplans passend darauf abstimmen.

Bei einer hohen Endziffer, also Auszahlung erst am Monatsende, stellst Du den Sparplan einfach auf den Monatsanfang danach. So fließt das Kindergeld direkt ins Depot, statt auf dem Girokonto liegen zu bleiben, und der Vermögensaufbau läuft automatisch.

Wie viel dabei zusammenkommen kann, zeigt ein Rechenbeispiel: Legst Du 100 Euro monatlich über 18 Jahre bei einer angenommenen Rendite von 7 Prozent pro Jahr an, hast Du am Ende rund 43.100 Euro. Eingezahlt hast Du davon 21.600 Euro, der Wertzuwachs durch den Zinseszinseffekt beträgt also etwa 21.500 Euro. Schon ein Teil des Kindergelds reicht, um Deinem Kind einen soliden Grundstock aufzubauen.

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