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Was kostet ein Kind bis zum 18. Lebensjahr?

Lasse Falke
Lasse Falke
Finanzexperte für Familien · Aktualisiert am 16. August 2026
Was kostet ein Kind bis zum 18. Lebensjahr?

Kaum ist das erste Ultraschallbild da, taucht bei vielen Eltern eine ganz nüchterne Frage auf: Was kommt da eigentlich finanziell auf uns zu? Die Größenordnung lässt sich erstaunlich gut abschätzen, denn es gibt belastbare amtliche Zahlen dazu. So groß die Summe auf den ersten Blick auch wirkt, sie verteilt sich über 18 Jahre und lässt sich mit etwas Planung gut stemmen.

Was kostet ein Kind bis zum 18. Lebensjahr?

Ein Kind kostet bis zur Volljährigkeit im statistischen Durchschnitt rund 165.000 Euro an direkten Konsumausgaben. Diese Zahl stammt aus der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2018 des Statistischen Bundesamts. Dort wurde ermittelt, dass Eltern in Paarfamilien im Schnitt 763 Euro pro Monat für ihr Kind aufwenden. Rechnest du diese 763 Euro über zwölf Monate und 18 Jahre hoch, kommst du auf genau 164.808 Euro.

Das ist der amtliche Ausgangswert, an dem sich fast alle Berechnungen orientieren. Er umfasst Ernährung, Kleidung, Möbel, Freizeit, Bildung und die anteiligen Wohnkosten, die dem Kind zugerechnet werden.

Woher stammen die oft zitierten 190.000 bis 200.000 Euro?

Die höheren Zahlen, die dir in vielen Ratgebern begegnen, sind keine eigene neue Statistik, sondern eine Fortschreibung der Destatis-Daten. Sparkasse.de weist zu Recht darauf hin, dass die offiziellen 763 Euro auf dem Preisniveau von 2018 beruhen und die Lebenshaltungskosten seitdem deutlich gestiegen sind. Auf dieser Basis schätzt die Sparkasse für heute durchschnittliche Monatsausgaben von rund 880 bis 920 Euro und kommt so auf eine Gesamtspanne von 190.000 bis 200.000 Euro bis zur Volljährigkeit.

Das ist eine nachvollziehbare Schätzung, aber eben eine Schätzung und keine amtliche Zahl. Verstehe die Summen als plausible Bandbreite, nicht als exakten Preis mit Preisschild.

Was steckt in diesen Zahlen?

Damit du die Beträge richtig einordnest, lohnt ein Blick darauf, was die Statistik bewusst ausklammert. Drei große Kostenblöcke tauchen in den 165.000 Euro gar nicht auf.

Diese Posten solltest du gedanklich zusätzlich einplanen:

  • Betreuungskosten wie Kita-Gebühren, die je nach Region mehrere Hundert Euro pro Monat betragen können
  • Einkommensverluste durch Elternzeit, Teilzeit oder Karriereknicke
  • Sparleistungen für dein Kind, etwa Einzahlungen in einen ETF-Sparplan

Die oft zitierten Beträge sind also eher eine Untergrenze der realen Belastung. Sie bilden aber eine solide Basis, um die Größenordnung zu verstehen.

Warum zahlen Alleinerziehende pro Kind anders?

Die Haushaltsform macht einen spürbaren Unterschied. In Paarfamilien verursacht ein Kind im Schnitt 21,2 Prozent der gesamten Konsumausgaben des Haushalts. Bei Alleinerziehenden liegt dieser Anteil bei 35 Prozent, die absoluten Pro-Kind-Ausgaben sind mit 710 Euro monatlich aber etwas niedriger. Anschaulich gesagt geht in Paarfamilien etwa jeder fünfte Euro direkt an den Nachwuchs, bei Alleinerziehenden sogar rund jeder dritte.

Wie viel kostet ein Kind pro Monat in den einzelnen Lebensphasen?

Die Kosten sind nicht über die Jahre gleich verteilt, sondern steigen mit dem Alter deutlich an. Ein Baby verursacht in einer Paarfamilie im Schnitt 679 Euro pro Monat, ein Schulkind 786 Euro und ein Teenager 953 Euro. Diese Werte stammen direkt aus der Destatis-Studie und beziehen sich auf reine Konsumausgaben ohne Betreuung. Wer sich fragt, wie viel Geld man pro Monat für Kinder sparen sollte, findet in diesen Phasen eine gute Orientierung.

Bevor die laufenden Kosten überhaupt beginnen, steht meist die Erstausstattung an. Danach folgt eine lange Reise durch Kita, Schule und Teenagerzeit, die jede ihre eigenen finanziellen Schwerpunkte hat.

Was kostet die Erstausstattung nach der Geburt?

Für die Erstausstattung im ersten Lebensjahr solltest du im Durchschnitt rund 2.850 Euro einplanen. Diese Zahl stammt aus einer neutralen Preiserhebung der Beratung Geld und Haushalt. Die Spanne ist dabei enorm und reicht von 1.425 Euro bei konsequentem Gebrauchtkauf bis 4.275 Euro bei überwiegend neuer Markenausstattung.

Das ist übrigens der Kostenblock, den du am stärksten selbst steuern kannst. Wer Kinderwagen und Möbel gebraucht kauft, sich Babykleidung schenken lässt und bei Pflegeprodukten auf Drogeriemarken setzt, landet nah am unteren Ende. Wer neu und markenorientiert einkauft, rutscht schnell an den Maximalwert. Auf Sicherheit bei Autositz und Co. musst du dabei natürlich nie verzichten.

Baby und Kleinkind: die Kita macht den Unterschied

In der Phase von null bis sechs Jahren liegen die reinen Konsumausgaben bei 679 Euro pro Monat, das entspricht rund 8.148 Euro im Jahr. Der entscheidende Zusatzposten ist hier die Betreuung, denn Kita-Gebühren stecken in diesen 679 Euro ausdrücklich nicht drin.

Und genau hier klaffen die Regionen weit auseinander. In Berlin ist die frühkindliche Bildung bis zur Einschulung beitragsfrei, du zahlst lediglich 23 Euro Verpflegungspauschale im Monat. In Heilbronn kostet ein Ganztagsplatz für ein unter Dreijähriges rund 493 Euro, und in Bergisch Gladbach können bei einem Jahreseinkommen über 200.000 Euro bis zu 1.220 Euro pro Monat fällig werden. Die Betreuung kann also praktisch null sein oder mehr als die restlichen Konsumausgaben ausmachen.

Schulkind: Ranzen, Klassenfahrten und Mittagessen

Für Schulkinder zwischen sechs und zwölf Jahren steigen die Konsumausgaben auf 786 Euro pro Monat. Die Kita-Gebühren entfallen meist oder werden durch günstigere Hortkosten ersetzt, dafür kommen neue Posten hinzu. Die Volksbank Stuttgart schätzt, dass Schule je nach Wohnort und Bedarf mehrere Hundert bis rund 2.000 Euro pro Jahr kostet.

Diese typischen Ausgaben solltest du auf dem Schirm haben:

  • Schulstart mit Ranzen und Materialien zwischen 300 und 700 Euro
  • Warmes Mittagessen in der Ganztagsschule zu etwa 4,50 bis 6 Euro pro Mahlzeit
  • Mehrtägige Klassenfahrten mit rund 250 bis 450 Euro
  • Erstes Taschengeld, ab zehn Jahren etwa 15 bis 25 Euro im Monat

Über die gesamte Schulzeit können sich diese Beträge auf über 20.000 Euro summieren. Für Familien mit kleinem Einkommen gibt es hier das Bildungs- und Teilhabepaket, das Klassenfahrten übernehmen kann und bis zu 15 Euro monatlich für Vereine oder Musikschule beisteuert.

Teenager: Handy, Führerschein und mehr Taschengeld

Ab zwölf Jahren geht die Kostenkurve steil nach oben, ein Teenager kostet im Schnitt 953 Euro pro Monat. Der Konsum wird eigenständiger, Markenwünsche, Technik und Erlebnisse spielen eine größere Rolle. Ein Smartphone samt Datentarif gehört heute selbstverständlich dazu, oft kommt ein Laptop für die Schule hinzu.

Das Taschengeld erreicht in dieser Phase seine höchsten Empfehlungen, für 16- bis 17-Jährige etwa 40 bis 60 Euro im Monat. Ein größerer Einzelbetrag ist der Führerschein, der im niedrigen bis mittleren vierstelligen Bereich liegt und den viele Familien über Jahre ansparen oder teils vom Jugendlichen mitfinanzieren lassen. Auch die Abschlussphase mit Abschlussfahrt und Abiball verlangt noch einmal einen mittleren dreistelligen Betrag.

Monatskosten je Altersgruppe im Überblick

Um dir die Entwicklung übersichtlich zu machen, findest du hier die durchschnittlichen Konsumausgaben nach Altersgruppe, getrennt nach Paarfamilien und Alleinerziehenden. Betreuungskosten fehlen in allen Werten und kommen je nach Region deutlich obendrauf. Die Zahlen beruhen auf der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2018 und geben dir eine verlässliche Orientierung für die einzelnen Phasen.

AltersgruppePaarfamilie pro MonatAlleinerziehende pro Monat
0 bis 6 Jahre679 Euro590 Euro
6 bis 12 Jahre786 Euro669 Euro
12 bis 18 Jahre953 Euro812 Euro
Durchschnitt763 Euro710 Euro

In Mehrkindfamilien sinken die Pro-Kopf-Kosten übrigens spürbar, weil Wohnraum, Möbel und Spielzeug geteilt werden. Statt 763 Euro sind es im Zwei-Kinder-Haushalt 638 Euro und im Drei-Kinder-Haushalt 590 Euro pro Kind.

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In welchem Alter ist ein Kind am teuersten?

Bei den reinen Konsumausgaben ist das Teenageralter mit 953 Euro pro Monat eindeutig die teuerste Phase. Nach dem zwölften Geburtstag steigen Ausgaben für Freizeit, Technik und selbstbestimmten Konsum spürbar, dazu kommen höheres Taschengeld und größere Einzelprojekte. Betrachtest du also nur den Konsum, sind die Jugendjahre klar an der Spitze.

Warum kann die Kleinkindphase zeitweise teurer sein?

Sobald du die Kita-Gebühren mit einrechnest, kippt das Bild in vielen Regionen. Die 679 Euro Konsumausgaben im Kleinkindalter liegen zwar unter dem Teenagerwert, doch schon bei moderaten Kita-Gebühren von 200 bis 300 Euro monatlich landest du bei 879 bis 979 Euro. Damit erreichst oder überschreitest du bereits den Teenagerwert von 953 Euro.

In Städten mit sehr hohen Gebühren kann die Kleinkindphase deshalb vorübergehend die höchste monatliche Belastung überhaupt bedeuten. Rechnet man die möglichen Einkommensverluste durch Elternzeit dazu, wird verständlich, warum viele Familien gerade die ersten Jahre als besonders finanzintensiv empfinden.

Deine Region entscheidet mit

Am Ende hängt das teuerste Alter stark davon ab, wo du wohnst. In Regionen mit beitragsfreier Betreuung bleiben die Teenagerjahre klar am teuersten. In Regionen mit hohen Kita-Gebühren rückt die Kleinkindphase nach vorne. Eine einzige pauschale Antwort gibt es hier nicht, und genau deshalb lohnt sich eine phasenweise Betrachtung deiner ganz eigenen Situation.

Welche Kosten kommen nach dem 18. Geburtstag auf dich zu?

Mit der Volljährigkeit endet die finanzielle Verantwortung leider nicht. Nach deutschem Recht bist du verpflichtet, deinem Kind während einer ersten Berufsausbildung oder eines Erststudiums Unterhalt zu leisten. Das ergibt sich aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch und geht davon aus, dass sich junge Erwachsene in dieser Zeit noch nicht selbst versorgen können.

Wie hoch ist der Unterhalt fürs Studium?

Für Studierende mit eigenem Haushalt sieht die Düsseldorfer Tabelle seit dem 1. Januar 2025 einen Regelsatz von 990 Euro pro Monat vor. Darin enthalten sind 440 Euro Warmmiete und der Rest für den Lebensunterhalt. Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie eventuelle Studiengebühren kommen noch obendrauf.

Über die gesamte Studienzeit summiert sich das ordentlich. Die Verbraucherzentrale schätzt, dass ein durchschnittliches Bachelorstudium Eltern bis zu 35.000 Euro Unterhalt kosten kann. Bei sehr gut verdienenden Eltern kann der Bedarf höher liegen, bei knappem Einkommen greift ein Selbstbehalt, der einem berufstätigen Elternteil in der Regel 1.750 Euro monatlich lässt.

Wenn dein Kind noch zu Hause wohnt, kannst du den Unterhalt übrigens auch als Naturalunterhalt leisten, also durch Wohnung und Verpflegung. Wenn du bei so einer Konstellation unsicher bist, melde dich gerne bei mir, dann schauen wir gemeinsam, was für deine Familie sinnvoll ist.

Kindergeld über 18 und der Zahlbetrag

Kindergeld gibt es unter Bedingungen auch nach dem 18. Geburtstag, und zwar bis maximal zum 25. Lebensjahr. Voraussetzung ist eine erste Schul- oder Berufsausbildung oder ein Studium. Was ab der Volljährigkeit beim Kindergeld gilt, umfasst auch Übergangszeiten bis zu vier Monaten zwischen Abschluss und Ausbildungsbeginn, in denen die Zahlung weiterläuft.

Bei volljährigen Kindern wird das volle Kindergeld vom Tabellenunterhalt abgezogen, bei minderjährigen ist es nur die Hälfte. Das Kindergeld senkt also den Betrag, den du am Ende tatsächlich selbst zahlst. Seit 2026 beträgt das Kindergeld 259 Euro pro Monat, im Jahr 2025 lag es bei 255 Euro.

Wie viel Kostgeld darfst du verlangen?

Wenn dein Kind eine Ausbildung mit eigenem Lohn macht und weiter zu Hause wohnt, stellt sich oft die Frage nach einem Kostgeld. In Deutschland gibt es dazu keine feste gesetzliche Höhe, die Entscheidung liegt bei dir. Als Orientierung empfehlen Fachleute etwa 10 bis 20 Prozent des Ausbildungslohns.

Verstehe das Kostgeld nicht als Strafe fürs eigene Verdienen, sondern als Stück finanzieller Erziehung. Am besten besprecht ihr offen, wer welche Kosten trägt, und haltet es gemeinsam fest. So lernt dein Kind Verantwortung und ihr vermeidet Missverständnisse.

Welche staatlichen Leistungen senken deine Kinderkosten?

Du stehst mit den Kosten nicht allein da. Der Staat federt einen Teil über verschiedene Leistungen ab, die je nach Einkommen und Situation greifen. Die wichtigste und für alle geltende ist das Kindergeld.

Kindergeld und Kinderfreibetrag

Kindergeld bekommst du ab dem Geburtsmonat, bis zur Volljährigkeit sogar ohne weitere Bedingungen. Seit 2026 liegt es bei 259 Euro pro Kind und Monat, und was sich mit den Neuerungen für Familien im Jahr 2027 ändert, lohnt sich schon jetzt im Blick zu behalten. Alternativ gibt es den Kinderfreibetrag im Steuerrecht, der auf 9.756 Euro angehoben wurde und für Eltern mit höherem Einkommen günstiger sein kann. Welches der beiden für dich besser ist, prüft das Finanzamt automatisch.

Leistungen für Familien mit kleinerem Einkommen

Für Familien mit geringem Einkommen gibt es zusätzliche Bausteine, die verhindern sollen, dass Kinderkosten in die Grundsicherung drücken. Diese Leistungen lassen sich kombinieren, wenn du die Voraussetzungen erfüllst.

Diese Unterstützungen lohnen sich zu prüfen:

  • Kinderzuschlag ergänzend zum Kindergeld, wenn dein Einkommen für dich, aber nicht für die Kinder reicht
  • Elterngeld, das einen Teil des Einkommensverlusts in der Elternzeit ausgleicht
  • Wohngeld als Zuschuss zu den Wohnkosten
  • Bildungs- und Teilhabepaket für Schulausflüge, Klassenfahrten und Vereinsbeiträge

Das Bildungs- und Teilhabepaket übernimmt zum Beispiel Klassenfahrten vollständig und stellt bis zu 15 Euro monatlich beziehungsweise 180 Euro im Jahr für Sportverein, Musikschule oder Ferienspiele bereit. So kann dein Kind unabhängig vom Familienbudget mitmachen.

Betreuungskosten von der Steuer absetzen

Ein echter Hebel sind die Betreuungskosten in der Steuererklärung. Bis zu 6.000 Euro pro Jahr kannst du angeben, und ab 2025 berücksichtigt das Finanzamt davon 80 Prozent, also bis zu 4.800 Euro. Vorher waren es zwei Drittel und maximal 4.000 Euro, die Regel wurde also spürbar verbessert.

Das gilt für Kinder bis zum 14. Lebensjahr und umfasst Kita, Krippe, Hort, Tagesmutter, Au-Pair oder Nanny. Wichtig ist eine Rechnung, die du überwiesen hast, denn Barzahlungen erkennt das Finanzamt nicht an. Gerade bei hohen Kita-Gebühren holst du dir so einen ordentlichen Teil zurück.

Wie sparst du früh genug für die Zeit nach der Schule?

Wenn du die Zahlen für Studium und Ausbildung siehst, wird schnell klar, warum frühes Vorsorgen so viel Sinn ergibt. Bis zu 35.000 Euro für ein Bachelorstudium sind eine Hausnummer, aber mit einem langen Anlauf lässt sich dafür entspannt ein Polster aufbauen. Genau hier kommt ein ETF-Sparplan ins Spiel, und ob es sich lohnt, Kindergeld in ETFs anzulegen, ist dabei eine naheliegende Frage.

Warum reicht ein ETF-Sparplan ab 25 Euro?

Du brauchst keine großen Summen, um anzufangen. Schon ab 25 Euro monatlich kannst du einen ETF-Sparplan einrichten, der über die Jahre durch regelmäßige Einzahlungen und die Renditen am Kapitalmarkt wächst. Welcher ETF der beste für Kinder ist, hängt dabei von deinem Anlagehorizont ab. Für die langfristige Planung rechnen wir mit einer durchschnittlichen Zielrendite von 7 Prozent pro Jahr nach Kosten und vor Steuern, was über 15 bis 20 Jahre eine realistische Erwartung ist.

Der eigentliche Trick liegt weniger in der Höhe der Rate als in der Beständigkeit. Wer konsequent und ohne lange Unterbrechungen spart, baut sich über 18 Jahre einen substanziellen Beitrag zu Studium, erster Wohnung oder Führerschein auf.

Steuervorteile im Depot auf den Namen des Kindes

Ein Depot auf den Namen deines Kindes bringt einen netten Steuervorteil mit. Dein Kind hat eigene Freibeträge, nämlich den Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro pro Jahr und den Grundfreibetrag, der für 2026 bei 11.312 Euro liegt. In den Anfangsjahren fallen dadurch in der Regel gar keine Steuern auf die Kapitalerträge an, solange sie unter dieser Schwelle bleiben. Ob ein Depot für Kinder steuerfrei ist, hängt genau von diesen Grenzen ab.

Einen Punkt solltest du bewusst mitdenken: Mit dem 18. Geburtstag bekommt dein Kind vollen und uneingeschränkten Zugriff auf dieses Depot, deine Verfügungsberechtigung erlischt automatisch. Das ist wunderbar, wenn du das Geld klar dem Kind zuordnen willst. Wenn du die Kontrolle länger behalten möchtest, kann alternativ ein Depot auf deinen Namen sinnvoll sein, dann nutzt du allerdings die kindlichen Steuervorteile nicht in gleichem Umfang. Wenn du dir hier unsicher bist, gehen wir das gerne gemeinsam durch, meist ist die Entscheidung einfacher, als sie zunächst wirkt.

So baust du das Sparen ins Familienbudget ein

Damit das Sparen nicht zur Belastung wird, sollte zuerst die Grundversorgung stehen. Deck also erst die laufenden Kosten für Ernährung, Wohnen, Betreuung und Schule ab und lege eine Rücklage für Unvorhergesehenes an. Erst danach kommt der Sparplan für die langfristigen Ziele.

Eine einfache Idee ist, einen festen Anteil des Kindergelds oder einen festen Betrag jeden Monat automatisch in den Sparplan fließen zu lassen. Staatliche Leistungen wie Kindergeld oder das Bildungs- und Teilhabepaket ersetzen das Vorsorgesparen nicht, aber sie schaffen dir Spielraum, indem sie laufende Kosten senken. Aus der abstrakten Frage, was ein Kind kostet, wird so ein konkreter Plan, der zu deiner Familie passt.

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Häufige Fragen

Eine feste gesetzliche Höhe gibt es in Deutschland nicht, die Entscheidung liegt bei dir. Als Orientierung empfehlen Fachleute etwa 10 bis 20 Prozent des Ausbildungslohns, wenn dein Kind eigenes Geld verdient und weiter zu Hause wohnt.
Während einer ersten Ausbildung oder eines Erststudiums bleibst du unterhaltspflichtig. Für Studierende mit eigenem Haushalt sieht die Düsseldorfer Tabelle seit dem 1. Januar 2025 einen Regelsatz von 990 Euro pro Monat vor, davon 440 Euro Warmmiete. Kranken- und Pflegeversicherung sowie Studiengebühren kommen obendrauf, das Kindergeld wird angerechnet.
Im statistischen Durchschnitt rund 165.000 Euro an direkten Konsumausgaben bis zur Volljährigkeit, basierend auf 763 Euro pro Monat über 18 Jahre. Fortgeschriebene Schätzungen der Sparkasse landen wegen gestiegener Preise bei 190.000 bis 200.000 Euro. Betreuung, Einkommensverluste und Sparleistungen kommen zusätzlich dazu.
Zu den rund 165.000 Euro bis 18 kommen die Ausbildungs- oder Studienjahre hinzu. Ein durchschnittliches Bachelorstudium kann Eltern laut Verbraucherzentrale bis zu 35.000 Euro Unterhalt kosten. Kindergeld läuft dabei bis maximal zum 25. Lebensjahr weiter und senkt deinen Zahlbetrag.
Bei den reinen Konsumausgaben ist das Teenageralter mit 953 Euro pro Monat am teuersten. Rechnest du hohe Kita-Gebühren mit ein, kann aber auch die Kleinkindphase vorübergehend teurer werden, weil schon 200 bis 300 Euro Betreuung den Teenagerwert erreichen.
Seit 2026 beträgt das Kindergeld 259 Euro pro Kind und Monat, im Jahr 2025 lag es bei 255 Euro. Du bekommst es ab dem Geburtsmonat, bis zur Volljährigkeit ohne Bedingungen und bei Ausbildung oder Studium bis maximal zum 25. Lebensjahr.
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GESCHRIEBEN VON
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Lasse ist Gründer von SmartKidsInvest und seit über 10 Jahren Finanzberater mit Fokus auf Familien. Sein Ziel: Finanzthemen so erklären, dass sie jede Familie versteht – ohne Fachchinesisch und ohne Verkaufsdruck.

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