# Ist das Mutterschaftsgeld so hoch wie das Gehalt?

> Quelle: https://smartkidsinvest.de/ist-das-mutterschaftsgeld-so-hoch-wie-das-gehalt/ · Aktualisiert: 2026-08-25

Eine der ersten Fragen, die sich viele werdende Mütter stellen, sobald der Mutterschutz näher rückt: Bleibt finanziell alles beim Alten, oder muss ich mit weniger Geld auskommen? Genau darum geht es hier. Für die meisten gesetzlich Versicherten läuft das erstaunlich gut, aber die Details entscheiden, ob am Ende wirklich dein volles Netto auf dem Konto landet.

## Ist das Mutterschaftsgeld so hoch wie dein Gehalt?

Für die meisten gesetzlich krankenversicherten Arbeitnehmerinnen lautet die Antwort: Ja, aber nur, weil zwei Zahler zusammenkommen. Das Mutterschaftsgeld deiner Krankenkasse allein reicht bei einem normalen Gehalt nämlich fast nie aus. Es ist auf höchstens 13 Euro pro Kalendertag gedeckelt, was rund 390 Euro im Monat entspricht. Kaum jemand verdient so wenig.

Den Rest übernimmt dein Arbeitgeber. Er zahlt einen Zuschuss, der die Lücke zwischen den 13 Euro und deinem tatsächlichen Nettoverdienst schließt. Zusammen ergibt das während der Mutterschutzfristen dein volles durchschnittliches Nettogehalt, so wie es das Mutterschutzgesetz vorsieht.

Das Geld kommt also aus zwei Töpfen, die ineinandergreifen:

- Deine gesetzliche Krankenkasse zahlt das Mutterschaftsgeld, maximal 13 Euro pro Kalendertag.
- Dein Arbeitgeber legt die Differenz zu deinem Nettogehalt als Zuschuss obendrauf.

Das gilt für den klassischen Fall: gesetzlich versichert, festes Beschäftigungsverhältnis. Anders sieht es aus, wenn du privat oder familienversichert bist, selbstständig arbeitest oder verbeamtet bist. Dann kann eine echte Lücke zwischen deinem früheren Gehalt und dem entstehen, was während des Mutterschutzes reinkommt. Diese Sonderfälle schauen wir uns weiter unten in Ruhe an, damit du für deine Situation genau weißt, woran du bist.

## Wie viel Mutterschaftsgeld bekommst du von der Krankenkasse?

Die Grenze von 13 Euro pro Kalendertag gilt unabhängig davon, wie viel du vorher verdient hast. Verdienst du kalendertäglich weniger als 13 Euro netto, ersetzt die Krankenkasse dein Einkommen vollständig. Liegst du darüber, bleibt es trotzdem bei den 13 Euro, und der Rest ist dann Sache deines Arbeitgebers.

### Wonach richtet sich die Höhe des Mutterschaftsgeldes?

Grundlage ist dein durchschnittlicher Nettolohn der letzten drei abgerechneten Kalendermonate vor Beginn der Mutterschutzfrist. Dieser Durchschnitt glättet kurzfristige Schwankungen, damit ein einzelner guter oder schlechter Monat nicht alles verzerrt. Einmalzahlungen wie Weihnachtsgeld bleiben dabei außen vor, während dauerhafte Änderungen, etwa eine Gehaltserhöhung, voll mitzählen. Wenn du dabei genauer wissen willst, [wie man das Mutterschaftsgeld berechnet](https://smartkidsinvest.de/?p=1720), lohnt sich ein zweiter Blick auf die Details.

Falls in dieser Zeit Kurzarbeit oder unverschuldete Ausfälle lagen, werden solche Tage bei der Berechnung ausgeklammert. Das Bundesministerium für Gesundheit hat klargestellt, dass Lohnkürzungen durch Kurzarbeit deine Mutterschaftsleistungen nicht schmälern dürfen. Deine Leistung bemisst sich also nach deinem regulären Verdienst.

### Für welchen Zeitraum wird Mutterschaftsgeld gezahlt?

Das Mutterschaftsgeld fließt für die gesamten Schutzfristen: sechs Wochen vor dem errechneten Termin, den Entbindungstag selbst und acht Wochen danach. Bei Frühgeburten, Mehrlingen oder einer festgestellten Behinderung des Kindes verlängert sich die Frist nach der Geburt auf bis zu zwölf Wochen, dann fließt entsprechend länger Geld.

Voraussetzung ist, dass du selbst Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse bist, also pflicht- oder freiwillig versichert. Eine reine Familienversicherung reicht hierfür nicht aus. Wenn du dir unsicher bist, wie du versichert bist, lohnt ein kurzer Blick auf deine Versichertenkarte oder ein Anruf bei der Kasse. Das ist schnell geklärt.

## Wie stockt der Arbeitgeber dein Gehalt auf?

Dein Arbeitgeber zahlt genau die Differenz zwischen deinem kalendertäglichen Nettolohn und den 13 Euro Mutterschaftsgeld. Ein Beispiel macht das greifbar: Kommst du auf 60 Euro netto pro Kalendertag, übernimmt die Krankenkasse 13 Euro und dein Arbeitgeber die restlichen 47 Euro. Zusammen ist dein volles Netto wieder da.

Diesen Zuschuss gibt es allerdings erst, wenn du im Monat mehr als 390 Euro netto verdienst. Diese Grenze entspricht genau den 13 Euro mal 30 Tage. Liegst du darunter, deckt das Mutterschaftsgeld deinen Verdienst schon komplett ab, und ein Zuschuss ist nicht nötig.

### Warum trägt der Arbeitgeber den größeren Teil des Zuschusses?

Weil das Mutterschaftsgeld bei 13 Euro pro Tag gedeckelt ist, macht es bei einem durchschnittlichen Gehalt nur einen kleinen Teil aus. Der große Rest kommt vom Arbeitgeber. Je höher dein Nettoverdienst, desto größer sein Anteil am Gesamtbetrag.

Dein Arbeitgeber muss das übrigens nicht aus eigener Tasche stemmen. Über das sogenannte Umlageverfahren U2 bekommt er den Zuschuss in aller Regel vollständig erstattet. Für dich zählt am Ende, dass die beiden Zahlungen zusammen dein durchschnittliches Nettogehalt der letzten drei Monate ergeben.

## Wie viel Mutterschaftsgeld bekommst du bei 2.000 Euro netto?

Bei 2.000 Euro netto im Monat bekommst du am Ende genau diese 2.000 Euro, aufgeteilt auf Krankenkasse und Arbeitgeber. Rechnen wir das Schritt für Schritt durch, dann wird die Systematik richtig klar und du kannst sie später auf dein eigenes Gehalt übertragen.

Über drei Monate kommst du auf 6.000 Euro netto. Geteilt durch 90 Kalendertage ergibt das 66,67 Euro pro Tag. Davon zahlt die Krankenkasse 13 Euro, dein Arbeitgeber legt 53,67 Euro drauf. Auf 30 Tage gerechnet sind das wieder rund 2.000 Euro, also exakt dein Netto.

Netto pro KalendertagKrankenkasse/TagArbeitgeber/Tag1.200 € (Teilzeit)40,00 €13,00 €27,00 €2.000 € (Vollzeit)66,67 €13,00 €53,67 €3.500 € (höheres Gehalt)116,67 €13,00 €103,67 €350 € (Minijob)11,67 €11,67 €0,00 €

Was diese Tabelle schön zeigt: In den ersten drei Zeilen kommt am Ende immer dein volles Netto heraus, egal ob Teilzeit oder gutes Gehalt. Bei 3.500 Euro netto sieht man besonders deutlich, wie klein der Anteil der Krankenkasse ist und wie viel dein Arbeitgeber trägt. Der Minijob in der letzten Zeile ist der Sonderfall: Mit 350 Euro liegst du unter der 390-Euro-Grenze, deshalb gibt es keinen Arbeitgeberzuschuss. Trotzdem entsteht keine Lücke, weil die Krankenkasse deine 11,67 Euro pro Tag komplett ersetzt.

Wenn du das für dein eigenes Gehalt einmal gemeinsam durchrechnen möchtest, meld dich gerne bei mir. Oft ist es einfacher, als es auf den ersten Blick wirkt, und du gehst mit einem klaren Bild in die Elternzeit. Wer schon einmal überschlagen möchte, [wie viel Geld man monatlich für ein Kind](https://smartkidsinvest.de/wie-viel-geld-braucht-man-monatlich-fuer-ein-kind/) einplanen sollte, findet dabei schnell eine gute Orientierung.

## Wann bekommst du weniger als dein volles Gehalt?

Eine spürbare Lücke entsteht vor allem dann, wenn du nicht selbst gesetzlich versichert bist. Bist du privat oder familienversichert, zahlt nicht deine Krankenkasse, sondern das Bundesamt für Soziale Sicherung, und zwar höchstens 210 Euro insgesamt für den kompletten Mutterschutz. Das ist deutlich weniger als bei gesetzlich Versicherten.

### Privat oder familienversichert: die 390-Euro-Lücke

Der Haken liegt im Zusammenspiel mit dem Arbeitgeberzuschuss. Dein Arbeitgeber rechnet so, als bekämst du 13 Euro Mutterschaftsgeld pro Tag, und zieht diese 13 Euro von deinem Netto ab. Tatsächlich zahlt das Bundesamt aber nur bis zu 210 Euro für den gesamten Zeitraum, nicht 13 Euro pro Tag.

Dadurch fehlen dir rund 390 Euro pro Monat gegenüber einer gesetzlich versicherten Kollegin mit gleichem Gehalt. Diese Lücke schließt das System nicht von selbst. Wenn du privat versichert bist, lohnt es sich, das frühzeitig einzuplanen, etwa über ein passendes Krankentagegeld. Sprich mich gern an, dann schauen wir gemeinsam, was für dich sinnvoll ist.

### Selbstständige und Beamtinnen

Für Selbstständige und Freiberuflerinnen ohne Beschäftigungsverhältnis gibt es grundsätzlich kein Mutterschaftsgeld. Hier kommt es ganz auf die eigene Absicherung an, zum Beispiel über Krankengeld aus der gesetzlichen Krankenversicherung oder ein privates Krankentagegeld. Wie gut das Einkommen abgesichert ist, hängt dann vom individuellen Vertrag ab. Wie sich das später beim Elterngeld auswirkt, zeigt ein [Elterngeld-Trick für Selbstständige](https://smartkidsinvest.de/elterngeld-selbststaendig-trick/), der bares Geld wert sein kann.

Beamtinnen sind hier klar im Vorteil, auch wenn sie kein klassisches Mutterschaftsgeld erhalten. Ihre Dienstbezüge laufen während des Mutterschutzes einfach weiter, sodass kein Einkommensverlust entsteht. Die Lohnersatzfunktion wird über die fortlaufende Besoldung erfüllt. Wie sich das später beim [Elterngeld für Beamte und Lehrer](https://smartkidsinvest.de/elterngeld-fuer-beamte-lehrer/) auswirkt, ist ein eigenes Thema für sich.

## Was bedeutet das Mutterschaftsgeld für Steuern und Elterngeld?

Mutterschaftsgeld und Arbeitgeberzuschuss sind steuerfrei. Trotzdem tauchen sie in deiner Steuer auf, nämlich über den sogenannten Progressionsvorbehalt. Die Leistungen selbst werden nicht besteuert, erhöhen aber den Steuersatz, der auf dein übriges Einkommen im Jahr angewendet wird.

### Warum musst du meist eine Steuererklärung abgeben?

Sobald du im Jahr mehr als 410 Euro solcher Leistungen beziehst, wird eine Steuererklärung Pflicht. Bei den typischen Mutterschutzzeiten überschreitest du diese Grenze praktisch immer. Deine Krankenkasse meldet die Beträge elektronisch ans Finanzamt und stellt dir eine Bescheinigung aus, in der die Leistungen aufgeführt sind.

Zwar ersetzen Mutterschaftsgeld und Zuschuss dein Netto während der Schutzfristen vollständig, durch den erhöhten Steuersatz kann aber am Ende des Jahres etwas Steuer nachkommen, wenn du daneben weiteres steuerpflichtiges Einkommen hattest. Das ist normal und lässt sich mit etwas Planung gut abfangen. Wer beim Thema Familienfinanzen ohnehin sortieren möchte, findet auch bei der Frage, ob sich [Kindergeld oder Kinderfreibetrag](https://smartkidsinvest.de/kindergeld-oder-kinderfreibetrag/) lohnt, hilfreiche Antworten.

### Wie wirkt sich das Mutterschaftsgeld auf das Elterngeld aus?

Mutterschaftsgeld und Elterngeld verfolgen denselben Zweck, deshalb werden sie miteinander verrechnet. Beziehst du Mutterschaftsgeld der gesetzlichen Krankenkasse plus Arbeitgeberzuschuss, ruht dein Elterngeldanspruch für diese Monate. Das Mutterschaftsgeld hat also Vorrang und wird angerechnet. Wie viel am Ende überhaupt zusammenkommt, siehst du gut am Beispiel vom [Elterngeld bei 2.500 Euro netto](https://smartkidsinvest.de/wie-viel-elterngeld-erhalte-ich-bei-2500-euro-netto/).

Beim Mutterschaftsgeld des Bundesamtes ist das anders geregelt. Es wird nicht auf das Elterngeld angerechnet, du kannst also gleichzeitig volles Elterngeld beziehen. Das gleicht die niedrige Höhe von maximal 210 Euro zwar nicht vollständig aus, mildert aber die Lücke im Gesamtbild etwas ab. Wer die finanziellen Startkosten realistisch einschätzen will, sollte auch wissen, [was ein Baby im ersten Jahr](https://smartkidsinvest.de/was-kostet-baby-im-ersten-jahr/) ungefähr kostet.

Am Ende hängt viel von deiner persönlichen Situation ab: Wie bist du versichert, wie hoch ist dein Gehalt, wie plant ihr die Elternzeit? Wenn du dir Klarheit für dein neues Familienkapitel wünschst, komm gerne auf mich zu. Eine erste Beratung kostet dich nichts, und viele Eltern gehen danach mit einem richtig guten Gefühl in diese besondere Zeit. Wenn du danach den Blick nach vorne richten und regelmäßig etwas [pro Monat für dein Kind sparen](https://smartkidsinvest.de/wie-viel-geld-sollte-man-pro-monat-fuer-kinder-sparen/) möchtest, ist das ein guter nächster Schritt.

## FAQ

### Wie viel Geld bekomme ich als Mutterschaftsgeld?

Von der gesetzlichen Krankenkasse bekommst du höchstens 13 Euro pro Kalendertag, also rund 390 Euro im Monat. Dein Arbeitgeber stockt die Differenz zu deinem durchschnittlichen Nettolohn der letzten drei Monate auf, sodass am Ende dein volles Netto zusammenkommt.

### Wie viel Mutterschaftsgeld bekomme ich bei 2.000 Euro netto?

Du bekommst am Ende genau deine 2.000 Euro. Bei 2.000 Euro netto sind das 66,67 Euro pro Kalendertag. Davon zahlt die Krankenkasse 13 Euro und dein Arbeitgeber 53,67 Euro. Beides zusammen ergibt wieder dein volles Netto.

### Bekomme ich trotz Mutterschaftsgeld mein volles Gehalt?

Als gesetzlich versicherte Arbeitnehmerin ja, weil Krankenkasse und Arbeitgeberzuschuss zusammen dein durchschnittliches Nettogehalt ersetzen. Bist du privat oder familienversichert, kann eine Lücke von rund 390 Euro pro Monat entstehen.

### Wie lange bekomme ich im Mutterschutz mein volles Gehalt?

Für die gesamten Schutzfristen: sechs Wochen vor dem errechneten Termin, den Entbindungstag und acht Wochen danach. Bei Frühgeburten, Mehrlingen oder einer festgestellten Behinderung des Kindes verlängert sich die Frist nach der Geburt auf bis zu zwölf Wochen.

### Muss ich das Mutterschaftsgeld versteuern?

Mutterschaftsgeld und Arbeitgeberzuschuss sind steuerfrei, fallen aber unter den Progressionsvorbehalt und erhöhen so deinen Steuersatz. Ab mehr als 410 Euro solcher Leistungen im Jahr wird eine Steuererklärung Pflicht, was bei den üblichen Schutzfristen fast immer der Fall ist.

### Wird das Mutterschaftsgeld auf das Elterngeld angerechnet?

Mutterschaftsgeld der gesetzlichen Krankenkasse plus Arbeitgeberzuschuss wird angerechnet, dein Elterngeldanspruch ruht in diesen Monaten. Das Mutterschaftsgeld des Bundesamtes von maximal 210 Euro wird dagegen nicht angerechnet, du kannst also gleichzeitig volles Elterngeld beziehen.
