Ab 2027 startet das Altersvorsorgedepot. Der Staat zahlt dir bis zu 540 Euro Grundzulage pro Jahr, wenn du in ETFs für deine Rente sparst. Pro Kind kommen noch einmal 300 Euro obendrauf.
Das ist neu, das gab es so noch nie.
Die Frage ist nur: Lohnt sich das für dich? Wie viel kommt am Ende wirklich raus? Und wie viel musst du einzahlen, um die volle Förderung zu bekommen?
Unser Rechner zeigt dir in 30 Sekunden, wie sich dein Geld bis zum Ruhestand entwickelt. Inklusive staatlicher Förderung, Wertentwicklung und Steuerlast bei Auszahlung. Probier es aus.
Wie funktioniert der Altersvorsorgedepot-Rechner?
Der Rechner zeigt dir, wie sich dein Geld im Altersvorsorgedepot bis zum Ruhestand entwickelt.
Du gibst deine monatliche Sparrate ein, und der Rechner berechnet automatisch die staatliche Förderung, dein voraussichtliches Endvermögen und die Steuerlast bei Auszahlung.
Der Staat zahlt dir prozentuale Zulagen auf deine Einzahlungen. Bei 150 Euro monatlich holst du die maximale Grundförderung von 540 Euro pro Jahr raus. Pro Kind kommen noch einmal bis zu 300 Euro obendrauf.
Der Rechner braucht diese Angaben von dir:
- Monatliche Sparrate: Wie viel du jeden Monat ins Depot einzahlst (10 bis 570 Euro)
- Bruttojahreseinkommen: Beeinflusst deine spätere Steuerlast im Ruhestand
- Geburtsjahr: Berechnet die verbleibenden Jahre bis Renteneintritt
- Erwartete Rendite: Welche Rendite du mit deinen ETFs erwartest (üblich sind 6 Prozent)
- Effektivkosten: Jährliche Depotgebühren (bei günstigen ETFs 0,1 bis 0,3 Prozent)
- Kinder: Jedes Kind bringt bis zu 300 Euro Kinderzulage pro Jahr
Die Grafik zeigt dir die Entwicklung über die Jahre: deine Einzahlungen, die staatliche Förderung und das Gesamtvermögen mit Wertentwicklung. So siehst du auf einen Blick, wie der Zinseszinseffekt wirkt.
FAQ: Altersvorsorgedepot-Rechner
Warum zeigt der Rechner bei 150 Euro den Hinweis „höchster Förderbetrag“?
Bei 150 Euro monatlich zahlst du genau 1.800 Euro im Jahr ein. Das ist der maximale Betrag, auf den der Staat die volle prozentuale Förderung zahlt. Darüber hinaus gibt es zwar steuerliche Vorteile, aber keine zusätzliche direkte Zulage mehr.
Wer mehr sparen kann und will, darf bis zu 570 Euro monatlich einzahlen. Die Förderung bleibt aber bei 540 Euro Grundzulage plus eventuelle Kinderzulagen gedeckelt.
Wie genau ist die Steuerberechnung?
Die Steuerberechnung im Rechner ist eine Schätzung. Sie orientiert sich an deinem aktuellen Einkommen und nimmt an, dass dein Steuersatz im Ruhestand ähnlich ist.
In der Realität kann das anders aussehen. Wer im Ruhestand nur noch Rente bezieht, hat meist einen deutlich niedrigeren Steuersatz als im Erwerbsleben. Das macht die nachgelagerte Besteuerung des Altersvorsorgedepots attraktiv.
Für eine genaue Steuerberechnung solltest du einen Steuerberater konsultieren.
Kann ich die Rendite selbst einstellen?
Ja. Der Rechner startet mit sechs Prozent, das ist eine übliche Annahme für breit gestreute Aktien-ETFs über lange Zeiträume. Du kannst die Rendite aber nach oben oder unten anpassen.
Konservative Anleger rechnen vielleicht mit vier Prozent, optimistische mit acht Prozent. Historisch haben global diversifizierte Aktien-ETFs langfristig etwa sechs bis sieben Prozent Rendite pro Jahr erzielt, nach Inflation.
Niemand kann die Zukunft vorhersagen. Der Rechner zeigt dir verschiedene Szenarien, keine Garantien.
Was passiert, wenn ich die Sparrate zwischendurch ändere?
Der Rechner geht davon aus, dass du jeden Monat denselben Betrag einzahlst. In der Realität kannst du die Sparrate jederzeit anpassen, pausieren oder erhöhen.
Das Altersvorsorgedepot ist flexibler als viele denken. Du musst nur den Mindestbeitrag von 120 Euro pro Jahr einhalten, sonst verlierst du die Förderung für dieses Jahr.
Wenn du deine Sparrate änderst, rechne einfach mit dem neuen Betrag neu durch.
Berücksichtigt der Rechner den Berufseinsteigerbonus?
Nein, aktuell noch nicht. Der Berufseinsteigerbonus von 200 Euro ist eine einmalige Zuzahlung für alle, die das Depot vor dem 25. Geburtstag abschließen.
Dieser Bonus wird einmal ausgezahlt und wächst dann mit dem Rest des Depots mit. In der Gesamtrechnung macht das langfristig einen Unterschied von ein paar tausend Euro, je nach Laufzeit und Rendite.
Was bedeutet die Effektivrendite?
Die Effektivrendite ist deine tatsächliche Rendite nach Abzug der Kosten. Wenn deine ETFs sechs Prozent Rendite bringen, aber 0,2 Prozent Kosten pro Jahr anfallen, liegt deine Effektivrendite bei 5,8 Prozent.
Der Rechner zeigt dir diese Effektivrendite direkt unter dem Kosten-Slider an. Auch kleine Kostenunterschiede machen über 30 oder 40 Jahre einen großen Unterschied.
Wie wird die Kinderzulage berechnet?
Pro Kind zahlt der Staat bis zu 300 Euro pro Jahr. Die Mechanik ist einfach: Für jeden Euro, den du für dein Kind einzahlst, legt der Staat einen Euro dazu, bis maximal 300 Euro erreicht sind.
Das heißt: Zahlst du 25 Euro pro Monat für dein Kind ein, sind das 300 Euro im Jahr. Der Staat zahlt weitere 300 Euro dazu. Dein Sparbetrag für dieses Kind verdoppelt sich.
Die Kinderzulage läuft so lange, wie du Anspruch auf Kindergeld hast.
Was ist mit der 30-Prozent-Entnahme gemeint?
Zu Beginn der Auszahlphase kannst du bis zu 30 Prozent deines Depotwertes auf einen Schlag entnehmen. Der Rest wird dann als monatliche Rente oder Auszahlplan über die nächsten Jahre verteilt.
Der Rechner berücksichtigt das noch nicht im Detail, weil die genauen Auszahlregeln noch ausgearbeitet werden. Klar ist nur: Eine Teilentnahme wird möglich sein.
Diese Option ist interessant, wenn du zu Rentenbeginn eine größere Investition planst oder Schulden ablösen willst.
Kann ich den Rechner auch für kürzere Laufzeiten nutzen?
Ja, aber das Altersvorsorgedepot ist für lange Laufzeiten konzipiert. Wer nur fünf oder zehn Jahre spart, profitiert kaum vom Zinseszinseffekt und der staatlichen Förderung.
Außerdem ist das Geld bis mindestens 65 Jahre gebunden. Vorzeitige Entnahmen führen zur Rückzahlung der Förderung.
Für kürzere Sparziele gibt es bessere Produkte als das Altersvorsorgedepot.
Warum schwankt das Endvermögen so stark, wenn ich die Rendite ändere?
Weil der Zinseszinseffekt exponentiell wirkt. Ein Prozentpunkt mehr Rendite macht über 30 Jahre einen riesigen Unterschied.
Ein Beispiel: Bei 150 Euro monatlich und fünf Prozent Rendite hast du nach 30 Jahren etwa 120.000 Euro. Bei sechs Prozent sind es 145.000 Euro. Bei sieben Prozent schon 175.000 Euro.
Deswegen sind niedrige Kosten so wichtig. Jeder Prozentpunkt zählt.
Zeigt der Rechner auch den Vergleich zum normalen ETF-Sparplan?
Der Toggle „Regulären Sparplan vergleichen“ ist vorbereitet, aber noch nicht vollständig implementiert. Die Idee: Du siehst parallel, wie sich derselbe Betrag in einem normalen ETF-Sparplan ohne Förderung entwickeln würde.
Der Unterschied liegt in der staatlichen Zulage. Im normalen Sparplan fehlen die 540 Euro Grundförderung plus eventuelle Kinderzulagen. Dafür ist das Geld jederzeit verfügbar.
Ist der Rechner rechtlich verbindlich?
Nein. Der Rechner ist ein Planungstool und zeigt Modellrechnungen. Die tatsächliche Entwicklung hängt von vielen Faktoren ab: Rendite, Kosten, Änderungen bei der Förderung, deiner persönlichen Steuersituation.
Für verbindliche Aussagen zur Förderung und Besteuerung solltest du einen Berater oder Steuerexperten konsultieren.
Der Rechner hilft dir, verschiedene Szenarien durchzuspielen und eine fundierte Entscheidung zu treffen.